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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. Dezember 2017 | 15:53 Uhr

Stadtentwicklung : Rostock plant Verkehr der Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Bürger sollen online und bei einem Forum Schwerpunkte setzen: Ausbau der Infrastruktur oder effizientere Nutzung der Ressourcen?

von
erstellt am 11.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Eine Fußgängerbrücke über die Warnow, ein neuer Straßenbahnring zwischen Südblick und Neuem Friedhof oder doch lieber ein Ausbau des Südrings – auf welche Infrastrukturprojekte soll Rostock sich künftig konzentrieren? Derzeit arbeitet die Verwaltung am Mobilitätsplan Zukunft (Mopz), dem Nachfolgeprogramm des Integrierten Gesamtverkehrskonzepts von 1998. „Der Mopz bildet die Grundlage für die nächsten 10 bis 20 Jahre“, sagt Tief- und Hafenbauamtschef Heiko Tiburtius.

Und die Rostocker sollen ihn selbst mitgestalten. „Sie alle sind täglich Teil des Verkehrs und die meisten Beschwerden, die die Verwaltung erreichen, kommen aus diesem Bereich“, sagt Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne). Ein erstes Forum mit rund 70 Teilnehmern gab es bereits, ein zweites soll am 23. September im Rathaus-Foyer folgen. Darüber hinaus setzt die Verwaltung auf Online-Beteiligung: Bis Ende des Monats ist eine Homepage mit Diskussionsforum und Hintergrundinformationen freigeschaltet.

„Über das Internet erreichen wir auch andere Bürger, die bislang sehr umweltorientierte Eingaben gemacht haben, während die Foren eher von älteren Mitbürgern besucht werden“, sagt Christian Pagenkopf, Sachgebietsleiter Verkehrsplanung im Amt. Im Nachgang der ersten Beteiligungsphase zum Mopz hat die Verwaltung zwei Grundsatzszenarien ausgearbeitet. Im Kern laufen sie auf folgende Frage hinaus, so Tiburtius: „Wollen wir einen weiteren Ausbau der Infrastruktur oder die vorhandenen Ressourcen effizienter nutzen?“ Eine mögliche Maßnahme in diesem Zusammenhang sei die Senkung oder sogar Abschaffung der Warnowtunnel-Maut.

Außerdem stellen die Planer eine Autobrücke über die S-Bahn in Bramow, Radschnellwege, ein stadtweites Fahrradverleihsystem oder auch zusätzliche Fußgängerquerungen über die Hauptverkehrsstraßen am Stadthafen zur Diskussion. „Die Vorschläge sind bewusst manchmal ein bisschen provokant“, sagt Tiburtius. „Wir wollen ein Stimmungsbild einfangen.“ Schon in den vergangenen Monaten seien Vereine, Verbände und Institutionen einbezogen worden, beispielsweise die Industrie- und Handelskammer, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub, die Rostocker Straßenbahn AG oder die Deutsche Bahn. Nun sind die Rostocker am Zug.

Internet: www.rostock-bewegen.de

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