Bäderregelung : Rostock nutzt das Geschäft am Sonntag

Hansestadt profitiert von der Bäderregelung

svz.de von
31. März 2014, 07:55 Uhr

Unabhängig von Forderungen nach einer Neuregelung der Bäderregelung hat am Wochenende wieder die Zeit der Sonntagsöffnungen in Warnemünde begonnen. Die Saison läuft an, die ganze Hansestadt profitiert vom Geschäft mit dem Sonntag. „Mecklenburg-Vorpommern ist ein Tourismusland. Da braucht es ein gutes Einzelhandelsangebot, um sich entsprechend vermarkten zu können“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands Nord, Dierk Böckenholt. Die Touristen müssten versorgt werden. In 96 Orten und Ortsteilen meist entlang der Küste können Geschäfte bis Ende Oktober sonntags öffnen. Ausnahmen sind Feiertage wie etwa Ostersonntag. Die Öffnungszeiten sind auf 13 bis 18 Uhr festgesetzt.

Dabei ist das Sortiment auf den regional typischen touristischen Bedarf beschränkt. Baumärkte, Möbel- und Autohäuser bleiben ebenso wie Geschäfte für Hausgeräte oder Hifi-Technik geschlossen. Zudem sind Läden mit einer Verkaufsfläche von mehr als 1500 Quadratmetern ausgeschlossen. Diese Ausnahmen seien Folge der Kompromisse, die mit den Gegnern der Sonntagsöffnungen geschlossen wurden, so Böckenholt. Dazu gehören in erster Linie die Kirchen.

Unzufrieden sind die Händler in MV damit, dass die vergleichbare Regelung in Schleswig-Holstein 36 verkaufsoffene Sonntage zulässt, hier nur 31. Die Bäderregelung läuft bis Ende 2015. „Es wäre schön, schon im Laufe dieses Jahres eine neue Regelung zu bekommen“, sagte jüngst der Geschäftsführer der IHK Rostock, Peter Volkmann. Die Unternehmen bräuchten Planungssicherheit. Manche tätigten an einem verkaufsoffenen Sonntag bis zu 20 Prozent des Wochenumsatzes.

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