Rostock-Land: Betrüger erbeuten 120 000 Euro

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21. Mai 2013, 06:14 Uhr

Rostock | Böses Erwachen für einen 66-Jährigen aus dem Landkreis Rostock: Trickbetrüger nahmen ihm insgesamt 120 000 Euro ab. Sie hatten den Mann als Vertreter einer Londoner Bank getarnt angerufen und vorgegeben, er habe bei einer Lotterie gewonnen.

Dem angeblichen Gewinn von mehr als 890 000 Euro konnte der leichtgläubige Mann nicht widerstehen. Statt die Information auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, zahlte er bereitwillig die geforderten Depotkosten, die laut Anrufer angefallen seien. Doch damit nicht genug. Immer wieder stellte die angebliche Bank neue Forderungen, die sich letztlich auf 120 000 Euro summierten. Das Betrugsopfer investierte nicht nur sein gesamtes Vermögen, sondern nahm darüber hinaus sogar noch einen Kredit auf, um den Gewinn auszulösen. Statt auf einem Berg Geld sitzt der 66-Jährige jetzt auf einem Haufen Schulden. Erst in der vergangenen Woche kamen ihm Bedenken und er erstattete Anzeige.

"Den Tätern wird auch in diesem Fall schwer beizukommen sein, denn die Zahlungen führen ins Ausland", sagt Polizeisprecher Gert Frahm. Er warnt vor solchen Betrugsversuchen und rät zur Vorsicht: "Es hat niemand etwas zu verschenken! Erst Recht nicht Lotterien, an denen die ,Gewinner’ nicht teilgenommen haben!" Polizei und Verbraucherschützer raten zur grundsätzlichen Skepsis gegenüber Mitleid erregenden Geschichten oder hohen Gewinnversprechen.

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