Besondere Schau in Rostocker Kunsthalle : Rostock kürt beste Schülerwerke

Für ihre Grafik „Hauptsache meine Jeans ist cool und billig“ wird die 16-jährige Elisa Kantor geehrt.
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Für ihre Grafik „Hauptsache meine Jeans ist cool und billig“ wird die 16-jährige Elisa Kantor geehrt.

Fachjury wählt aus mehr als 2000 Werken herausragende Leistungen aus. Die Schau in der Kunsthalle zeigt fast 400 Beiträge.

svz.de von
13. März 2016, 09:00 Uhr

Für ihre hervorragenden Kunstwerke in den Kategorien Malerei, Grafik, Plastik und Neue Medien sind gestern zum zweiten Mal Schüler mit dem Kunstpreis ausgezeichnet worden. An dem Wettbewerb beteiligten sich 37 Schulen aus Rostock und Umgebung.

Mit dem Preis für die beste Grafik wurde Elisa Kantor vom Gymnasium Reutershagen geehrt. Ihr Werk „Hauptsache meine Jeans ist cool und billig“ sei eine kritische Darstellung der Arbeitsbedingungen in Fabriken, so die 16-Jährige. Die beste Malerei hat in diesem Jahr Falko Drews von der Christophorusschule abgeliefert und in der Kategorie Neue Medien wurde Jasmin Petschik aus Rerik ausgezeichnet. Als beste Plastik wählte die Jury ein Gemeinschaftsprojekt aus: den Bücherwald der Klasse 9b der Borwinschule, der Geschichten in neue Dimensionen hebt.

Entschieden hat eine Fachjury aus Sachverständigen wie Kunsthallen-Chef Jörg-Uwe Neumann, Kuratorin Antje Schunke, den Künstlerinnen Inge Jastram und Tanja Zimmermann sowie Kunstschulleiterin Lena Vöpel, dem Rostocker Designer Matthias Winter und dem Träger des Kunstpreises 2015, Klaus Walter. „In der Kunsthalle auszustellen, ist eine große Ehre für jeden Künstler – und auch für euch Schüler“, sagt Neumann, Leiter des Hauses. Die Werke der Schüler zeugten von hohem künstlerischem Verständnis und vielen Freiheiten, die ihnen ihre Lehrer ermöglichen würden.

Auch Jugend- und Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) lobte das Talent des Rostocker Nachwuchses: „Der Kunstunterricht war nie meine Stärke. Es ist eine Kunst, zu wissen, wann man aufhören muss, wann ein Werk fertig ist.“ Zudem lobte der Senator, dass offenbar an allen Schulen – ob privat oder öffentlich – die Qualität des Lernens und Lehrens gleichermaßen positiv ausfalle.

Nach der Preisverleihung wurde auch die Schau im Erdgeschoss der Kunsthalle eröffnet. „Aus mehr als 2000 Beiträgen haben wir die besten ausgewählt, sodass 378 Werke zu sehen sind“, so Projektkoordinatorin Antje Sell.

Die Schau ist bis zum 3. April zu sehen. Öffnungszeiten: Di bis So 11 bis 18 Uhr, Geschlossen: 12. und 13. März (Art en Vogue) und am 19. März (Ponyhof)

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