Rostock-Karibik und zurück

Ein großes Abenteuer: Florian Rommel stand für die Fernsehserie „Verrückt nach Meer“ vor der Kamera. Georg Scharnweber
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Ein großes Abenteuer: Florian Rommel stand für die Fernsehserie „Verrückt nach Meer“ vor der Kamera. Georg Scharnweber

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24. September 2012, 08:18 Uhr

Rostock | Paradiesisch weiße Strände, tropische Regenwälder, fremde Kulturen und das alles auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff - was wie ein Traum klingt, war für zwei Monate der Arbeitsplatz von Florian Rommel. Der 24-jährige Rostocker machte ein Praktikum auf der "Weißen Lady". Doch nicht nur das: Auf seiner Reise nach Afrika, Brasilien und in die Karibik wurden er und seine Kollegen sowie einige der Passagiere von einem Fernsehteam begleitet. Ab dem 10. Oktober sind die Folgen der Doku-Serie "Verrückt nach Meer" in der ARD zu sehen.

"Das war echt ein großes Abenteuer", sagt der 24-Jährige heute. Vor fast genau einem Jahr, am 29. September 2011, ging er von Bremerhaven aus auf große Fahrt. Mit gemischten Gefühlen, denn er musste nicht nur Freundin Julia, sondern auch seinen gerade sechs Monate alten Sohn Ben in Rostock zurücklassen. Doch die 60 Tage auf See ließen nur wenig Zeit, um seinen Gedanken nachzuhängen. "Meine Schichten waren teilweise 14 Stunden lang", erinnert er sich. Hinzu kamen die täglichen Dreharbeiten. "Ich habe mich zwar im Laufe der Zeit daran gewöhnt, aber es dauert halt, wenn man für ein schönes Bild seine Tür ein drittes Mal zu machen muss oder für die Kamera immer wieder den gleichen Flur langgehen muss."

Doch die Dreharbeiten hatten auch ihre Vorteile: "Normalerweise dürfen Praktikanten nicht so viel von Bord, aber da die Kamera ja spannende Bilder und Geschichten brauchte, habe ich viel an Land erlebt, wie Jetski oder Slip-Line fahren, eine Art Seilbahn über Schluchten hinweg." Besonders die Ausflüge in der Karibik haben ihm gefallen.

Doch es war nicht alles nur paradiesisch. "Ich fand es ziemlich erschreckend, wie groß die Armut in Afrika und teilweise auch Brasilien ist", so der 24-Jährige.

Abenteuerlich war auch der Moment, als die "Weiße Lady" auf dem Amazonas auf eine Sandbank auflief oder der Strom mitten auf dem Atlantik ausfiel. "Plötzlich war alles still und dunkel", erinnert sich Rommel. Nur die lebensnotwendigen Instrumente auf der Brücke funktionierten noch. Die Aufgabe des jungen Hotelfachmannes an der Rezeption war es nun, die mehr als 800 Passagiere zu beruhigen, die sich besorgt und ängstlich nach dem Rechten erkundigten.

Besonders der Wechsel von seinem Job an Land auf das schwimmende Sternehotel und das multikulturelle Leben an Bord haben dem jungen Rostocker gefallen. Mit seinen Kollegen von der Rezeption hat er bis heute noch ab und zu Kontakt.

Doch fremde Länder und spannende Ausflüge können das Heimweh und die Sehnsucht nach seiner kleinen Familie in Rostock nicht gänzlich vertreiben. "Irgendwann habe ich die Tage gezählt, bis ich wieder in Rostock bin", gibt er zu. Umso schöner ist nach zwei Monaten das Wiedersehen. Die Sorge, der kleine Ben würde seinen Vater nicht mehr wiedererkennen, war unbegründet. "Als er mich gesehen hat, hat er das erste Mal Papa gesagt."

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