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19. November 2017 | 00:41 Uhr

Rostock investiert für seine Radfahrer

vom

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2012 | 09:59 Uhr

Rostock | Die Hansestadt baut ihr Radverkehrsnetz aus: Mehr als zehn Kilometer Fahrstrecke entstehen derzeit oder werden saniert. "Wir haben in diesem Jahr erstmals eine Million Euro für die Geh- und Radwegesanierung zur Verfügung", sagt Bausenator Holger Matthäus (Grüne). In den Vorjahren war es nur die Hälfte.

Und das Geld wird dringend gebraucht, denn insgesamt stehen rund 20 Einzelprojekte auf der To-do-Liste des Tief- und Hafenbauamts. Unter anderem steht der Radstreckenausbau in der Warnemünder Werftallee, der Tessiner Straße und des Knotens Güstrower und Parchimer Straße in Lichtenhagen an. Auch sollen der Abschnitt an der Hamburger Straße zwischen Goerdelerstraße und Kunsthalle sowie die Marieneher Straße saniert werden.

Allerdings reicht das Geld nicht für alle Projekte. So bleibt zum Beispiel der Brennpunkt Detharding- und Parkstraße vorerst unangetastet. Das gilt auch für den Saarplatz und seine Umgebung. "Das Geld für die Planung haben wir definitiv im Haushalt des nächsten Jahres drin", sagt Matthäus. Aus Sicht von Martin Elshoff, Chef des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs Rostock (ADFC), ist das auch bitter nötig: "Da müssen wir dringend was tun, sonst knallt es an allen Ecken und Enden." Denn der Radverkehr werde wegen des wachsenden Unicampus in der Ulmenstraße in den kommenden Jahren noch zunehmen. Die Ulmenstraße selbst soll ebenfalls im nächsten Jahr generalüberholt werden. Im Idealfall ist dort im März Baubeginn. Das begrüßt auch Studentin Marie Hipel: "In der Kröpeliner-Tor-Vorstadt ist es wirklich anstrengend, die Gehwege sind zu eng und die Straßen zu holprig."

Allein auf die Sanierung und den Ausbau der Radwege will sich die Stadt aber nicht verlassen. Sie setzt auch auf Imageförderung des sauberen Verkehrsmittels und plant am 16. September den ersten autofreien Sonntag in Rostock. Genauer: in der Langen Straße. Das Straßenfest ist Teil des EU-Projekts abc.multimodal, für das insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Mit dem Geld wird darüber hinaus im Mai eine groß angelegte Pendlerbefragung vorgenommen. Außerdem sollen entlang der L 22 sowie in der Langen Straße drei Säulen aufgestellt werden, die rund um die Uhr die Anzahl der Radfahrer zählen. Davon erhofft sich das Umweltamt Erkenntnisse über saisonale Schwankungen oder auch Effekte von Imagekampagnen.

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