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Unfälle auf Rostocks Strassen : Rostock hat mehr Verkehrsopfer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Zahl der Unfälle steigt kontinuierlich. In diesem Jahr bereits vier Tote zu beklagen. Rot-Blitzer an der Werftalle kommt bis Ende Juni.

svz.de von
erstellt am 12.Mai.2016 | 07:45 Uhr

Erschreckende Zahlen aus dem Rostocker Polizeirevier: Die Zahl der Verkehrsunfälle steigt in der Hansestadt immer weiter an. Vergangenes Jahr wurden 6170 Unfälle registriert – eine Steigerung um 7,9 Prozent im Vergleich zu 2014. Außerdem gab es – nach einem Jahr ohne – auch wieder eine Verkehrstote. Und der Negativtrend setzt sich fort. In diesem Jahr sind bereits vier Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen.

Polizei und Verwaltung mahnen die Verkehrsteilnehmer zu mehr Aufmerksamkeit. „Denn oft müssen wir bei näherer Untersuchung der Unfallschwerpunkte feststellen, dass wir mit planerischen und verkehrsordnerischen Maßnahmen am Ende sind – und der Faktor Mensch der entscheidende ist“, sagt Rostocks Ordnungssenator Chris Müller (SPD). Er ist Mitglied der Verkehrsunfallkommission, die sich viermal im Jahr trifft, um mögliche Maßnahmen zur Entschärfung der Schwerpunktbereiche zu besprechen. Mit dabei auch Vertreter der Polizei, deren Mitarbeiter die Unfalldaten direkt erfassen und statistisch auswerten. „Wir haben schon mal überlegt, ob wir die Aufnahme von Unfällen ohne Personenschaden abgeben“, sagt Michael Ebert, Leiter der Rostocker Polizeiinspektion. Damit hätten seine Mitarbeiter 2015 nur zu den 655 Unfällen mit Verletzten oder hohem Sachschaden ausrücken müssen. „Aber dann würden uns wichtige Zahlen für die Statistik fehlen, die aufzeigt, wo sich Schwerpunktbereiche befinden oder entwickeln könnten“, so Ebert. Hauptopfer und -verursacher der Unfälle wären die Autofahrer. Allerdings würden auch die Radler verstärkt in den Zahlen auftauchen. „Wir haben fast täglich Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern“, weiß der Polizeichef.

Klare Verbindungen kann er auch zwischen der Bevölkerungs- und Unfallstatistik ziehen. So würde sich der Anteil älterer Rostocker, der in den vergangenen neun Jahren um 22,21 Prozent gewachsen sei, auch bei den Unfällen widerspiegeln. Weitere Risikogruppe sind die jungen Fahrer zwischen 18 und 25 Jahren. Auch die Zunahme des Kfz-Bestandes spiele bei der Statistik natürlich eine Rolle. „Rostock wird größer, enger und älter – damit steigert sich auch die Komplexität des Verkehrs“, sagt Chris Müller. Die Ansprüche an das Verkehrsnetz würden kontinuierlich zunehmen, aber „der Verkehrsraum wächst nicht in dem Tempo wie die Fahrzeuge, Einwohner und Gäste“, so der Senator. Als Ergebnis der aktuellen Statistik hätte die Rostocker Verkehrsunfallkommission bereits Maßnahmen umgesetzt. So wurde die Haltelinie der Autofahrer, die in der Lübecker Straße auf Höhe Werft geradeaus Richtung Holbeinplatz fahren wollen, um drei Meter nach hinten verlagert, damit die Abbieger aus der Werftstraße mehr Platz haben. Außerdem soll noch bis Ende Juni in der Werftstraße ein Rot-Blitzer aufgestellt werden.

In der Groß Kleiner Werftallee, wo es dieses Jahr bereits zwei tödliche Unfälle an einem Fußgängerüberweg gab, wurde bereits die Beleuchtung des betroffenen Bereichs verbessert. Weiterhin soll der Überweg noch durch bauliche Maßnahmen deutlicher gekennzeichnet werden.

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