Hauptstadt des Fairen Handels 2015 : Rostock gibt Titel ab

<p>Am Ende jubeln die Vertreter der Gemeinden und Städte, die gewonnen haben. Besonders glücklich war Saarbrücken.</p>

Am Ende jubeln die Vertreter der Gemeinden und Städte, die gewonnen haben. Besonders glücklich war Saarbrücken.

Saarbrücken hat den Wettbewerb im Engagement um fairen Handel für sich entschieden. In Rostock nahmen Stadtvertreter die Auszeichnung entgegen.

svz.de von
21. September 2015, 16:06 Uhr

Ein Höhepunkt in der Fairen Woche in Rostock war die gestrige Preisverleihung des Wettbewerbs Hauptstadt des Fairen Handels im Warnemünder Kurhaus. 84 Kommunen hatten sich  mit 818 Projekten beworben. Und bei der Konferenz gab es am Ende eine jubelnde  multikulturelle  Gruppe aus Saarbrücken. Die Landeshauptstadt des Saarlandes darf sich ab sofort „Hauptstadt des Fairen Handels 2015“ nennen und das dazugehörige Signet für ihr Stadtmarketing verwenden.  Der Preis ist mit 35 000 Euro dotiert, die die Saarbrücker in weitere Projekte auf diesem Gebiet stecken wollen. Saarbrücken hat bereits drei Mal den zweiten Platz belegt.

„Erstaunlich war das hohe Niveau der Projekte und die innovativen Ideen aller Bewerber“, sagt Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, der Schirmherr war.

Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) schlug vor, dass  ihre Stadt die nächste Konferenz ausrichten könne. 

„Dass ich Sie hier begrüßen darf, liegt am Ergebnis der Preisverleihung vor  zwei Jahren in unserer Partnerstadt Bremen“, sagt Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) in seinem Grußwort. Damals wurde Rostock zur „Hauptstadt des Fairen Handels 2013“ gekürt. „Doch die Wurzeln der Eine-Welt-Bewegung in unserer Stadt reichen bis zur friedlichen Revolution des Herbstes 1989“, betont Methling. „Es ist dem ehrenamtlichen Wirken engagierter Rostocker zu verdanken, dass die Idee des Fairen Handels und das Bewusstsein für nachhaltiges Wirtschaften und Konsumieren in einer immer globaler funktionierenden Welt in unserer Hansestadt immer populärer wurde. Die Popularität, die der Gedanke des Fairen Handels mittlerweile in unserer Stadt hat, ist eng mit dem Namen  Andrea Kiep  verbunden, der ich an dieser Stelle ganz besonders für ihr jahre-, ja jahrzehntelanges Wirken danken möchte“, sagt Methling.  „Ohne sie und das Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen“.

Den zweiten Platz belegte Bad Boll und erhielt damit 25 000 Euro. Neumarkt in der Oberpfalz erkämpfte sich den dritten Platz und 15 000 Euro. Vierter wurden die Städte Dortmund und Leipzig, sie erhielten jeweils 12 500 Euro. Auf Empfehlung der Jury plant die Engagement Global, den Wettbewerb 2017 fortzusetzen.

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