Rostock feiert seine neue Attraktion - das Darwineum

Den Schlüssel zum Darwineum nimmt Zoodirektor Udo Nagel (l.) entgegen. Der stellvertretende Ministerpräsident Lorenz Caffier (CDU) war einer der ersten Gäste.dpa
Den Schlüssel zum Darwineum nimmt Zoodirektor Udo Nagel (l.) entgegen. Der stellvertretende Ministerpräsident Lorenz Caffier (CDU) war einer der ersten Gäste.dpa

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07. September 2012, 10:54 Uhr

Rostock | Bauarbeiter, Künstler, Architekten, Zoomitarbeiter, Tierpaten, Vertreter von Wirtschaft, Stadt- und Landespolitik sowie Zoodirektoren aus aller Welt haben gestern gemeinsam die Eröffnung des Darwineums gefeiert. Viele von den 700 Gästen haben das Großprojekt während der Bauphase begleitet und hatten nun zum ersten Mal die Gelegenheit, das fertige Ausstellungsareal samt der großzügigen Außenanlage zu sehen.

"Es ist fantastisch, wie es gelungen ist, die Natur derart in eine Betonhalle einzubetten", sagte Matthias Redieck. Wie viele andere Besucher freute er sich, die Flachlandgorillas und Orang-Utans endlich in ihren neuen, grünen und geräumigen Revieren zu sehen. "Für manche Affen sind die Schlafboxen jetzt größer als ihre früheren Gehege", erklärte Gerd Himmelreich, Bauleiter der Rostocker Zoos. Auf die exotische Tropenhalle, die das neue Zuhause für Menschenaffen, Gibbons, Flughunde und Frösche ist, ist er besonders stolz. "Für uns alle ist es besonders schön zu sehen, dass die Gorillas ihre neue Umgebung so gut angenommen haben."

Aber auch die anderen Bereiche des Darwineums fanden schon am Eröffnungsabend ihre Fans. "Mit Abstand am brillantesten gelöst ist der Quallenkreisel in der Rotunde", findet Michael Giersberg. Er war bereits an den ersten Bodenuntersuchungen für eine neue Menschenaffenanlage beteiligt. "Das war 1997. Damals war noch gar nicht abzusehen, was für ein großes Projekt daraus werden würde", sagt er. Die technischen Besonderheiten des hell erleuchteten Quallenkreisels hat er sich genau erklären lassen.

Um alle Besucher gut zu informieren, werden in Zukunft 25 Gästebetreuer im neuen Ausstellungskomplex arbeiten. Gestern Abend mischten sich auch viele Tierpfleger unter die Gäste. "Viele erkundigen sich nach den Tieren und danach, wie die Terrarien und Gehege gebaut sind", sagte René Ostdorf. Ihm war der Stolz auf seinen neuen Arbeitsplatz gestern förmlich ins Gesicht geschrieben.

Stolz auf das fertige Millionen-Projekt waren auch die Redner des Abends, unter ihnen Zoodirektor Udo Nagel, Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Sein Ministerium hatte den Bau des Darwineums mit knapp 23 Millionen Euro unterstützt.

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