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19. November 2017 | 06:14 Uhr

Rostock erobert die Welt der Forschung

vom

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2013 | 09:46 Uhr

Eine ganze Nacht im Namen der Wissenschaft haben gestern bereits zum zehnten Mal große und kleine Hansestädter in Rostocks Wissenschaftseinrichtungen gezogen. Von Exponaten in der Anatomie bis hin zu selbstgemachtem Eis im Leibniz-Institut für Katalyse und dem alljährlichen Wettbewerb um das beste Papierschiffchen in der Fakultät für Maschinenbau – für jeden Besucher war etwas dabei.

Likat-Laborant Marc Gongoll weiß schon aus den vergangenen Jahren um den Ansturm in seinem Institut, wenn es darum geht, Eis selbst herzustellen. „Wir verwenden dafür flüssigen Stickstoff und das ist vor allem für die Kinder ganz aufregend“, so Gongoll. Keiner, der in dieser Nacht ins Likat kommt, käme daran vorbei. Und so müssen Gongoll und seine sechs Kollegen ständig für Nachschub sorgen.

Aufregung gab es auch ein paar Türen weiter. Dort wurde auch der achtjährigen Amy Ahnfeldt gezeigt, wie Glaskugeln hergestellt werden. „Ich habe das zum ersten Mal gemacht und darf mein Glas sogar behalten“, freut sie sich.

Schädelpräparate der Anatomie faszinieren Dass die Lange Nacht der Wissenschaften in diesem Jahr besonders viele Kinder anzog, war kein Zufall. 2013 ist für Rostock auch das „Jahr der jungen Forscher“. Das haben die Schüler des Innerstädtischen Gymnasium eindrucksvoll bewiesen. Unter dem Mikroskop untersuchten sie Fliegenbeine und Libellenflügel, aber auch lebendige Insekten wie Regenwürmer und Asseln. „So macht Biologie Spaß“, findet Lilian Florentine Merten. Die 13-Jährige ist eine richtige Jungforscherin. Mit Freude hat sie den Nachtschwärmern alles über das richtige Mikroskopieren beigebracht. Praktisches Wissen, das auch gleich wieder angewandt werden konnte, zum Beispiel im Zoologischen Institut. Dort wurde die Vielfalt der Fortbewegung im Tierreich untersucht, unter anderem anhand von Spinnen und Krebsen. Aber nicht nur tierischen Präsentationen zogen die Blicke auf sich. Der neunjährige Tilman aus Rostock war begeistert von den spektakulären Exponaten der Forschungseinrichtung: „Die Dinosaurier finde ich toll“. Beeindruckende Präparate gab es auch in der Universitätsmedizin zu sehen. Die Anatomie präsentierte unter anderem ihre historische Schädelsammlung sowie moderne Feucht- und Trockenpräparate. Wer den Anblick der Schädel gut verkraftet hatte, wagte sich auch in den Demonstrationssaal des Institutes. Dort wurde an echten Leichen die Funktion einzelner Organe erklärt. „Der Geruch ist schwer zu verkraften, aber die Anatomie des Menschen ist faszinierend“, findet die Rostockerin Sonja Wägele. Enttäuscht waren nur die Besucher, die an Führungen durch das Universitätshauptgebäude teilnehmen wollten. Diese fielen spontan aus. Ein kleiner Zettel am Eingang verriet: Hier muss erst noch weiter gebaut werden.

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