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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 04:02 Uhr

Marine : Rostock ehrt Admiral Schimpf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zum Abschied des Inspekteurs plant die Hansestadt einen Festakt.

svz.de von
erstellt am 20.Aug.2014 | 06:00 Uhr

Eine ganz besondere Auszeichnung für Deutschlands ranghöchsten Admiral: Die Hansestadt Rostock bittet Axel Schimpf (61) zum Eintrag in ihr Ehrenbuch – pünktlich zum Ende seiner Dienstzeit als Inspekteur der Marine. Damit will die Stadt seinen Einsatz beim Aufbau des 2012 gegründeten Marinekommandos mit Sitz in der Hanse-Kaserne würdigen. „Rostock ist zur Marinehauptstadt Deutschlands geworden. Daran war Vizeadmiral Axel Schimpf maßgeblich beteiligt“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos).

Der Hauptausschuss der Bürgerschaft stimmte gestern Abend mehrheitlich einem Festakt für Schimpf zu. Dieser soll nun am 15. Oktober im Rathaus stattfinden. Allerdings sorgte die geplante Ehrung im Ausschuss auch für Zündstoff: „Wir lehnen den Eintrag ins Ehrenbuch ab“, sagte Links-Fraktionschefin Eva-Maria Kröger. Für eine solche Auszeichnung sollten vor allem Rostocker in Betracht kommen, die über ihren Beruf hinaus auch ehrenamtlich für die Stadt wirken.

Schimpf hatte stets unterstrichen, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Marine und Hansestadt sei. So ist die Marine von Anfang an einer der Partner der Hanse Sail, lockte auch in diesem Jahr Tausende Menschen zum Bordbesuch auf ihre Schiffe und in den Hafen nach Hohe Düne. „Wir öffnen unseren Stützpunkt und vor allem unsere Herzen“, hatte Schimpf beim maritimen Großereignis vor zwei Wochen gesagt.

Rostock war vor zwei Jahren einer der wenigen Gewinner der Marine-Reform. Während vor allem Schleswig-Holstein den Abzug von Behörden und Einheiten zu verkraften hatte, nahm in der Hansestadt das Marinekommando seinen Sitz – eine Zentrale, die es vorher noch gar nicht gab und in der die obersten Kommandobehörden aufgingen. Heute führen Inspekteur Schimpf und seine Admiralskollegen von Rostock aus die gesamte deutsche Marine – von der Ausbildung neuer Rekruten bis zur Vorbereitung internationaler Einsätze, an denen deutsche Schiffe beteiligt sind. 2000 Soldaten sowie 600 zivile Angestellte sind in Rostock beschäftigt. „Damit ist die Marine ein wichtiger Arbeitgeber mit nicht unerheblicher Kaufkraft“, sagt Oberbürgermeister Methling. Vom Marinestandort profitiere die Stadt auch durch die Nutzung von Häfen, Werften und Zulieferern.

Vizeadmiral Schimpf wurde 2010 Inspekteur und leitete in dieser Funktion die Strukturreform der Marine und die Gründung des Marinekommandos in Rostock ein. Zuvor war er zwei Jahre lang Chef des Marineamts, das seinen Sitz bis zu seiner Auflösung 2012 ebenfalls in der Hansestadt hatte. „Somit hat er in seiner Amtszeit ein wesentliches Kapitel der jüngeren Geschichte unserer Stadt und unseres Landes begleitet und gestaltet“, sagt Methling. Schimpf übergibt den Posten als Marine-Inspekteur Ende Oktober an Vizeadmiral Andreas Krause. Er geht nach 43 Jahren bei der Marine in den Ruhestand.

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