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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 17:15 Uhr

Stadthafen : Rostock braucht neuen Hafenvogt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Erster Amtsinhaber Wolfgang Schimmelpfennig scheidet zum Monatsende aus. Zahlreiche Bewerbungen auf die Stelle eingegangen

Die Hansestadt braucht einen neuen Hafenvogt – jemanden, der kontrolliert, wer an der Warnow grillt, ob er zu laut ist und seinen Müll entsorgt. Denn der bisherige und erste Amtsinhaber Wolfgang Schimmelpfennig legt seine Arbeit zum Monatsende nieder. „Er beendet seine Tätigkeit, weil er ein anderes, lukrativeres Angebot gefunden hat“, sagt Ordnungssenator Chris Müller (SPD). Dies sei ihm nicht zu verdenken, aber außerordentlich schade, da er seine Aufgabe hervorragend erfüllt habe, so Müller.

Die Stelle war auf Drängen des Senators im letzten Sommer geschaffen worden, um für Ordnung an der Kaikante zu sorgen. Das sei dem scheidenden Vogt auch gelungen, lobt Hafenkapitän Gisbert Ruhnke: „Wir hatten verstärkt Probleme mit der Sauberkeit im Stadthafen – vor allem, wenn Leute dort gegrillt und getrunken haben. Seit wir einen Hafenvogt haben, hat sich die Situation merklich verbessert.“

Dabei soll der Ordnungshüter das Zusammensein am Hafen nicht verbieten, sondern präsent sein und dafür sorgen, dass alles geordnet abläuft. „Der Hafenvogt bildet eine Schnittstelle zwischen Polizei, Behörden und Schiffsbesatzungen“, sagt Müller. Er soll aufklären,Hinweise und Anregungen von Anwohnern und Besuchern entgegennehmen. Auch deshalb sei es sehr wichtig, die Stelle zeitnah wieder zu besetzen, sagt Müller.

Als neuen Hafen-Ranger wünscht sich Gisbert Ruhnke deshalb jemanden mit Persönlichkeit und Durchsetzungsvermögen: „Es sollte jemand sein, der vernünftig mit Menschen umgeht. Der Erfahrung in diesem Bereich hat und die Arbeit weiterführen kann, die Herr Schimmelpfennig bisher geleistet hat.“

Ein nahtloser Übergang wird allerdings nicht möglich sein, da erst am Montag die Bewerbungsfrist endete. Die Kandidaten wollen Hafenkapitän und Verwaltung in der nächsten Woche sichten und zu Gesprächen einladen, so Ruhnke. Er gehe davon aus, dass im November der – oder die – Neue da sein würden. Denn auf die Stelle hätten sich Frauen und Männer gemeldet, heißt es aus dem Rathaus.

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