Sturm : Rostock bereitet sich auf Orkantief Xaver vor

In Rostock wird es stürmisch: Die Grafik zeigt, wo es heute Orkanböen geben wird.  Die Farbe Lila steht für Warnstufe 4, Rot für Warnstufe 3 und Gelb für Warnstufe 2.  Grafik: Beate Schellpfeffer
In Rostock wird es stürmisch: Die Grafik zeigt, wo es heute Orkanböen geben wird. Die Farbe Lila steht für Warnstufe 4, Rot für Warnstufe 3 und Gelb für Warnstufe 2. Grafik: Beate Schellpfeffer

Sturmböen bis Windstärke 12 werden in den nächsten Tagen erwartet. Der Rostocker Weihnachtsmarkt schließt heute aus Sicherheitsgründen.

svz.de von
05. Dezember 2013, 00:00 Uhr

Mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde soll Orkantief Xaver heute Nachmittag auf die Ostseeküste treffen. Meteorologe Dr. Reiner Tiesel warnt vor den Ausmaßen des Sturmes: „Die Wetterlage ist gefährlich. Vor allem im Küstenbereich muss mit starken Böen Richtung Nordwest gerechnet werden.“ Die blitzartigen Drehungen des Windes seien unberechenbar. „Seefahrer bleiben am besten im Hafen“, empfiehlt Reiner Tiesel. Morgen rechnet der Meteorologe sogar mit einer kleinen Sturmflut in Warnemünde. Dabei ist so ein Orkantief gar nicht unüblich für Dezember. Auch in den vergangenen Jahren hätte es ähnliche Windverhältnisse gegeben. Das seien die Ausläufer der so genannten Nikolauskälte.

Konsequenzen hat der Sturm auch für den Rostocker Weihnachtsmarkt. Bereits gestern haben die Veranstalter die Befestigung der Seilgurte an den großen Bäumen überprüft. Die Betreibungspflicht für Standinhaber ist für heute und morgen aufgehoben worden. „Wir haben zusätzliches Personal geordert, falls etwas zurückgebaut werden muss. Heute werden wir den Weihnachtsmarkt erst einmal schließen“, sagt Jörg Vogt vom Großmarkt Rostock.

Auch die Feuerwehren der Hansestadt sind vorbereitet. Einsatzmittel wie Kettensägen, Sicherungsleinen oder Geräte gegen Absturz wurden einer Funktionsprüfung unterzogen. Die Reservefahrzeuge und Spezialgeräte wurden für einen sofortigen Einsatz vorbereitet.

Zu Schulausfällen oder Einschränkungen im Straßenverkehr soll es zunächst nicht kommen. „Einschränkungen im öffentlichen Verkehr treten auf, wenn beispielsweise ein umgestürzter Baum unsere Oberleitung beschädigt oder auf den Schienen liegt“, sagt Beate Langner von der Rostocker Straßenbahn AG. „Bei hohen Windstärken reduzieren unsere Fahrzeuge ihre Geschwindigkeit. Bei Ausfällen im Straßenbahnverkehr bieten wir einen Schienenersatzverkehr mit Bussen an. Sollten die Windböen zu stark werden, kann es auch zu Ausfällen kommen.“ Das Personal des Stadtforstamtes ist in Bereitschaft, falls Straßen und Wege durch umgestürzte Bäume blockiert sein sollten.

Damit niemand zu Schaden kommt, rät die Hansestadt Rostock , Fenster und Türen geschlossen zu halten. Gegenstände an sowie auf Terrassen und Balkonen sollten weggeräumt werden. Schon am Wochenende soll sich das Wetter wieder ändern. „Es wird milder. Die Kaltluft zieht ab“, so Reiner Tiesel.

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