Rostock beharrt auf Seekanal-Vertiefung

 Der Tanker „Sten Bergen“    begegnet dem Fahrgastschiff  „Warnowstar“ im Seekanal. Foto: rfra
Der Tanker „Sten Bergen“ begegnet dem Fahrgastschiff „Warnowstar“ im Seekanal. Foto: rfra

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14. Mai 2012, 07:58 Uhr

Rostock | Der Chef des Rostocker Überseehafens, Ulrich Bauermeister, will die ablehnende Haltung des Bundes gegenüber der Vertiefung des Kanals zum Seehafen nicht akzeptieren. "Wir nehmen die Mitteilung des Bundes mit Unverständnis zur Kenntnis. Wir werden gemeinsam mit dem Land alles tun, um doch noch zu einer positiven Entscheidung zu kommen", sagte er. Das Bundesverkehrsministerium hatte jüngst in einem Brief an Landesverkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) mitgeteilt, dass die Vertiefung nicht finanzierbar sei. Der Bund habe keinen Zeitraum genannt, wann das Geld dafür da ist, teilte das Schweriner Ministerium mit. Vielmehr sehe das Bundesverkehrsministerium auf absehbare Zeit keine Spielräume. NNN hatten bereits am Freitag über diesen Fakt berichtet. Experten schätzen die Kosten der Ausbaggerung auf knapp 100 Millionen Euro. "Die Vertiefung der Zufahrt zum Seehafen Rostock von 14,5 Meter auf 16,5 Meter ist eine dringende Maßnahme. Daher werde ich mich beim Bund dafür einsetzen, dass diese Maßnahme umgesetzt wird", sagt Schlotmann.

Die Seekanalvertiefung ist nach Worten Bauermeisters für die Wettbewerbsfähigkeit des Hafens und der Wirtschaftszentren in Mitteldeutschland wie Eisenhüttenstadt, Schwedt und Leuna absolut notwendig. Nur so könnten große Massengutschiffe in Rostock nicht nur sicher, sondern auch wirtschaftlich ent- und beladen werden. Sie sei zu einer effizienten Nutzung der bereits an Land vorhandenen Infrastruktur zwingend erforderlich. Der starke gesamtwirtschaftliche Nutzen einer Vertiefung sei bereits nachgewiesen worden.

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