Investitionen : Rostock baut für 48 Millionen Euro

In die Sanierung der Societät sollen bis 2018 insgesamt 7,5 Millionen Euro fließen.
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In die Sanierung der Societät sollen bis 2018 insgesamt 7,5 Millionen Euro fließen.

Der städtische Immobilienbetrieb legt eine Liste für das laufende Jahr vor: Mehr Platz fürs Museum, verbesserter Brandschutz und EM-Fitness

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20. März 2015, 13:06 Uhr

Neue Kitas und Feuerwachen, sanierte Schulen und Museen, Straßenbau – der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) hat 2015 Investitionen für 47,8 Millionen Euro auf dem Zettel. Unter den Projekten ist auch die Sanierung des Schifffahrtsmuseums in der August-Bebel-Straße 1. Bis 2018 soll das um 1856 errichtete Kleinod für insgesamt 7,5 Millionen Euro komplett saniert werden. Anschließend ist das Gebäude für das Kulturhistorische Museum und die Präsentation seines umfangreichen Bestands reserviert.

Damit würde das Haus an seine Funktion ab 1903 anknüpfen, als es zum Ort für die Bewahrung und Präsentation der Rostocker Kunst- und Altertumssammlungen bestimmt worden war. Der aktuelle Nutzer, die Societät Rostock maritim, will im Idealfall auf den Eisbrecher „Stephan Jantzen“ ausweichen. Um dessen Eigentumsrechte wird allerdings nach wie vor vor Gericht gestritten. Erst nach dessen Urteil ist klar, ob der Einzug der Societät infrage kommt.

Ein weiteres Großprojekt ist der Neubau eines Ärztehauses auf dem Gelände des Südstadt-Klinikums. In die Planung sollen in diesem Jahr 500 000 Euro fließen, insgesamt kostet das Vorhaben zwölf Millionen Euro. Sie sollen über Kredite finanziert werden, die innerhalb von 25 Jahren zurückgezahlt werden. Das Ärztehaus selbst soll 2018 eingeweiht werden und 3500 Quadratmeter Nutzfläche umfassen. Am vorgesehenen Standort befindet sich derzeit noch ein Mitarbeiterparkplatz. Um Ersatz für die entfallenden Stellplätze zu schaffen, soll zunächst ein Parkhaus errichtet werden.

Im Asylbewerberheim Satower Straße rollen schon jetzt die Bagger. Sie reißen die alten Baracken ab, anschließend sollen zwei neue Unterkünfte für 44 beziehungsweise 68 Personen gebaut werden. Gleichzeitig werden die bestehenden Häuser für 3,7 Millionen Euro saniert. Die Neubaukosten von 3,3 Millionen Euro übernimmt komplett das Land, für die Sanierung kommt zunächst der KOE auf.

Weitere wichtige Vorhaben betreffen den Bau der Feuerwache 10 in Dierkow, die Sanierung der Feuerwache 1 in der Erich-Schlesinger-Straße sowie die Sanierung von Kitas, Schulen und Sporthallen. Größtes Problem sind in diesem Bereich Mängel im Brandschutz und bei der Energieeffizienz. Davon betroffen ist auch die Neptun-Schwimmhalle, die für die im Juni stattfindende EM der Wasserspringer fit gemacht wird. Sie soll in den kommenden Jahren weiter saniert werden. Unter anderem, um den Olympiastützpunkt auch für paralympische Sportler zu sichern. Bis zum Abschluss der letzten Arbeiten 2017 sind knapp sieben Millionen Euro eingeplant.

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