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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. August 2017 | 07:30 Uhr

Fluglinie : Rostock Airways ist am Ende

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Grüne im Landtag: Unternehmen nicht mehr am Markt tätig

Der Flughafen Rostock-Laage und die Landesregierung setzten große Hoffnungen auf die Fluggesellschaft Rostock Airways. Mit Verbindungen nach Kopenhagen, Frankfurt und München sollten mehr Passagiere gewonnen werden. Nun soll Rostock Airways überhaupt seinen Betrieb eingestellt haben.

Nach Angaben der Grünen im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ist das Unternehmen nicht mehr am Markt tätig. Wie der finanzpolitische Sprecher der Fraktion, Johannes Saalfeld, am Donnerstag sagte, geht dies aus einer Mitteilung des Verkehrsministeriums an den Finanzausschuss des Landtages hervor.

Damals hatte die Fluggesellschaft noch erklärt, dass es bei sicheren Rahmenbedingungen den Betrieb in Rostock-Laage aufnehmen werde. Das Verkehrsministerium bestätigte derweil, dass Rostock Airways die im Januar zugesagten Informationen zum Engagement am Standort Rostock-Laage bisher nicht übermittelt hat. Seitdem gab es keine weiteren Kontakte. Die Firma sei im seinerzeit eingerichteten Büro in Rostock-Laage nicht erreichbar. Auch sei kein Engagement an anderen Standorten bekannt. Die junge Gesellschaft Rostock Airways hat auch nach Angaben des Luftverkehrs-Branchenportals Airlines ihren Betrieb eingestellt.

Auf dem Unternehmen ruhten bisher die Hoffnungen des Flughafens Rostock-Laage, in den kommenden Jahren zusätzlich bis zu 100 000 Fluggäste anzulocken, sagte Saalfeld weiter. Nun entpuppe sich Rostock Airways als Luftnummer. Für den Flughafen werde es jetzt schwierig, in den kommenden Jahren die Fluggastzahlen wie geplant zu steigern. Dies war jedoch Bedingung für die Verdopplung der Landeszuschüsse auf eine Million Euro jährlich bis 2017. Von Rostock-Laage aus sollte Rostock Airways den Flugverkehr in Richtung Kopenhagen, Frankfurt und München aufnehmen. Wie aus der Mitteilung des Verkehrsministeriums weiter hervorgehe, stand das Land zuletzt am 23. Januar im Kontakt mit dem Unternehmen. Erst im Winter hatte Rostock Airways nach wenigen Wochen die Linie Bremen–Zürich wieder aufgegeben. Die Fluggesellschaft, die keine eigenen Maschinen besitzt, soll der Firma Air Alps Zahlungen für die Flüge schuldig geblieben sein.

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