Rokoma soll Verkaufsschlager werden

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24. Mai 2013, 10:13 Uhr

Rostock | Die im Norden beliebten Konfitüren aus Rostock bleiben für das Sonntagsfrühstück erhalten. Die Firma Rokoma, Tochter der insolventen Elro-Gruppe, ist gerettet. Ab 1. Juni übernimmt die Lausitzer Früchteverarbeitung GmbH den Traditionsbetrieb mit aktuell zwölf Mitarbeitern.

"Die ersten Gespräche liefen bereits im November 2012", sagt Maximilian Deharde von der Geschäftsführung des neuen Rokoma-Besitzers. Das Familienunternehmen mit Sitz in Sohland an der Spree (Landkreis Bautzen) hätte sowieso geplant, sein bisheriges Sortiment aus Fruchtsäften, Glühweinen, Obst und Gemüsekonserven im Bereich Konfitüren zu verstärken. "Die Rokoma-Produkte haben einen treuen Kundenstamm, dem wir auch künftig eine einzigartige Qualität unter vertrauter Marke anbieten wollen", so Senior-Chef Werner Deharde. Die Sachsen wollen deshalb nicht nur an den hiesigen Mitarbeitern, sondern auch am Namen des Produktes festhalten. "Außerdem wollen wir das Norddeutsche und Hanseatische, also die Regionalität des Produktes, weiter herausstellen", so Maximilian Deharde, dessen Unternehmen bei den Konfitüren auf die Themen Hanse und Handel setzt. Das Etikett würde künftig um eine Hansekogge ergänzt, der Deckel erinnere an eine Münze.

Neben der Herkunft setzen die Lausitzer auf die bekannten Stärken der Rostocker Konfitüren. "Das Pflaumenmus ist zum Beispiel sehr beliebt, weil es das einzige ungewürzte ist", so Deharde. Eine Expansion der Produkte in südlichere Regionen der Republik sei geplant. Im Verbreitungsgebiet des sächsischen Unternehmens sollen die Rokoma-Konfitüren ebenfalls in den Verkauf gehen. Allerdings unter dem Etikett der Lausitzer.

Die neuen Eigentümer rechnen fest mit einem Erfolg. Schließlich handele es sich bei dem Rostocker Traditionsunternehmen um eine richtige Konfitüren-Manufaktur, was auch zu schmecken wäre. "Die Kessel aus DDR-Zeiten können beim Kochen eine ganz besondere Stückigkeit der Konfitüre erreichen, die kein hochtechnologisiertes Unternehmen hinbekommt - Klasse statt Masse", so Deharde. Dieses Alleinstellungsmerkmal soll künftig auch auf dem Etikett deutlich werden: Indem das Rokoma-Logo um das Wort Konfitüren-Manufaktur ergänzt wird.

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