Rostock : Rohrbrüche treffen Hunderte Einwohner

Im Rahnstädter Weg gab es den wohl größten Wasserschaden. Gegen 2 Uhr platzte dort eine Haupttrinkwasserleitung.
Im Rahnstädter Weg gab es den wohl größten Wasserschaden. Gegen 2 Uhr platzte dort eine Haupttrinkwasserleitung.

Nordwasser: Druckschwankungen sollen parallele Schäden verursacht haben.

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12. Juli 2018, 21:00 Uhr

Anspannung bei der Nordwasser GmbH: „Wir hatten mehrere Rohrschäden in der Nacht“, bestätigt Gabi Kniffka, Sprecherin des neu gegründeten kommunalen Unternehmens, das seit 1. Juli für die Versorgung der Rostocker zuständig ist. Fünf Trinkwasserleitungen sollen gebrochen sein. Die Telefone liefen Mittwochnacht heiß, denn   Hunderte Einwohner in der  Südstadt, Stadtmitte, Reutershagen und Dierkow waren betroffen.  Bei allen Rohrbrüchen sind die Feuerwehr und Nordwasser mit Wasserpumpen im Einsatz gewesen.

„Die Meldungen gingen in der Leitzentrale zwischen 21 und 2 Uhr ein“, so Kniffka – geflutete Straßen, voll gelaufene Keller und Hauseingänge sowie leere Trinkwasserleitungen wurden beklagt. „Die Rohrbrüche ereigneten sich am Südring, in der Brahestraße, Am Güterbahnhof/Richard-Wagner-Straße, in der Hansastraße, im Rahnstädter Weg und am Dierkower Damm“, sagt die Nordwasser-Sprecherin. Diverse Versorgungsausfälle wurden registriert –  400 Einwohner waren betroffen, die sukzessive wieder ans Netz gebunden wurden. Bis zum Abend mussten noch einige mit Wasserwagen versorgt werden, so Kniffka.

Den wohl größten Schaden gab es am Donnerstagmorgen im Rahnstädter Weg. Gegen 2 Uhr platzte eine Haupttrinkwasserleitung. Wassermassen sprudelten unaufhaltsam auf die Straße. Geparkte Autos standen unter Wasser, Keller, Hauseingänge liefen voll.  Auch am Güterbahnhof brach auf dem Gehweg eine Leitung. Nordwasser sperrte den Gefahrenbereich ab. Im Dierkower Damm, in der Theodor-Heuss-Straße und im Südring brachen Leitungen an oder in Häusern. Die Feuerwehr musste pumpen.

„Die Mitarbeiter der Nordwasser arbeiten mit Hochdruck an der Schadensbeseitigung“, sagt Kniffka. Der Bereitschaftsdienst sei schnell vor Ort gewesen, um Schäden zu lokalisieren und Maßnahmen einleiten  zu können – wie das Abschiebern des Leitungsstranges. Am Güterbahnhof hatten die Mitarbeiter das Problem bis zum Nachmittag beseitigt. Doch da die Schäden teils parallel auftraten, ließen sich nicht alle schnell beheben.  Vereinzelt gab es  Verkehrseinschränkungen. 

Die Ursache der geballten Rohrschäden war zunächst unklar. Es sei kein Zusammenhang zwischen ihnen erkennbar, hatte  ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstagmorgen mitgeteilt. Doch purer Zufall war es wohl nicht. „Die Ursachenermittlung geht voran. Ein Auslöser für die Rohrschäden könnten Druckschwankungen im Netz gewesen sein“, so Kniffka. Diese würden vom Wasserwerk ausgehen, aber nur selten vorkommen.

Spekulationen darüber, dass der Nordwasser-Vorgänger, das private Unternehmen Eurawasser, in 25 Jahren Vertragszeit mit der Hansestadt notwendige Reparaturen versäumt habe, weist die Sprecherin von der Hand: „Solche Annahmen sind haltlos und entbehren jeder Grundlage“, sagt Kniffka.

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