Weihnachtsmärchen : Robin Hood tanzt im Theater

Märchenhafte Veränderung: Maskenbildnerin Anke Matthies verleiht Tänzerin Hung-Wen Chen mit buschigen Augenbrauen und Vollbart das böse Aussehen des Sheriffs von Nottingham.
Märchenhafte Veränderung: Maskenbildnerin Anke Matthies verleiht Tänzerin Hung-Wen Chen mit buschigen Augenbrauen und Vollbart das böse Aussehen des Sheriffs von Nottingham.

Hinter den Kulissen bereitet sich das Ensemble auf die Premiere vor

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20. November 2015, 19:18 Uhr

Er nimmt es von den Reichen und gibt es den Armen. „Robin Hood“ heißt der Held des Sherwood Forests und des diesjährigen Weihnachtsmärchens am Rostocker Volkstheater.

Hinter den Kulissen herrscht reges Treiben, denn morgen wird Premiere gefeiert. Das Tanztheaterstück ist ganz neu, eine Uraufführung in der Hansestadt. Inszeniert von Chef-Choreografin Katja Taranu erzählen die Künstler der Tanzcompagnie Kindern die Geschichte des Helden Robin Hood und seiner Widersacher. „Ich bin der böse Sheriff von Nottingham“, sagt Hung-Wen Chen und zieht eine Grimasse. Die zierliche Tänzerin ist seit fünf Jahren Mitglied der Compagnie und in ihrer Rolle kaum wiederzuerkennen. Maskenbildnerin Anke Matthies verpasst ihr buschige Augenbrauen und einen Vollbart. Dann bekommt Hung-Wen noch eine rabenschwarze Perücke aufgesetzt, die Matthies mit Haarnadeln fixiert. Schon macht Hung-Wen sich auf zu den Ankleiderinnen, die mit einem Schaumstoffanzug mit Kugelbauch und einem glänzenden Umhang auf sie warten. Plötzlich sieht die zierliche Tänzerin aus wie ein etwas zu wohlgenährter Sheriff mittleren Alters.

„Das Bühnenbild und die 13 Kostüme für die acht Tänzer hat Stephan Fernau entworfen“, sagt Jenny-Ellen Fischer, Leiterin der Kostümabteilung. Für diese habe er selbst Stoffe eingekauft und Materialien aus dem hauseigenen Stofflager zusammengestellt. „In so einem aufwendigen Kostüm wie dem von Hung-Wen stecken etwa 40 Stunden Arbeit für die Näherinnen“, sagt Fischer. Dabei müssen sie die Visionen des Kostümbildners so umsetzen, dass die Tänzer sich dennoch völlig problemfrei bewegen können. „Und wenn Künstler mehrere Rollen besetzen, müssen wir mit Tricks arbeiten, damit die Umzüge schnell vonstatten gehen“, sagt Kostüm-Chefin Fischer.

Per Lautsprecherdurchsage werden die Protagonisten auf ihre Plätze gebeten. Dann wird es dunkel. Eine Erzählstimme erklingt und lädt die Zuschauer zusammen mit den Kompositionen von Jan Paul Werge auf eine märchenhafte Reise durch den Sherwood Forest ein.

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