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23. Oktober 2017 | 04:48 Uhr

Robert ist der beste Azubi im Land

vom

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2012 | 07:43 Uhr

Bramow | Dass er seine Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik bei der Eurawasser Nord GmbH mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen hatte, wusste Robert Egger bereits. Die Einladung zur Nationalen Bestenehrung kam dennoch überraschend. "Ich war ganz baff", sagt der 22-jährige Rostocker. Als Einziger seiner Berufsrichtung und auch als Einziger aus Mecklenburg-Vorpommern wurde er am 10. Dezember in Berlin vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag für seine überragenden Leistungen ausgezeichnet. "Wer gut sein will, muss etwas im Selbststudium machen", sagt Frank Martens-Jung, Personalleitung bei Eurawasser. Und auch in der Praxis sei Eigeninitiative erforderlich. Auf die Berufsschule allein könne sich keiner verlassen.

Hinter Robert Egger liegen zweieinhalb Jahre der Lehre. Jahre, in denen er die unterschiedlichsten Bereiche von Eurawasser kennengelernt hat. "Ich bin viel rumgekommen. Das hat die Ausbildung abwechslungsreich gemacht", sagt er. Zuletzt war er für das Unternehmen im Raum Laage im Einsatz. Kontrolle der Anlagen, Reparaturen, Pflege - all das gehörte zu seinen Aufgaben. Während der 22-Jährige sich besonders für die Steuerung der Kläranlagen interessierte, machten ihm Reparaturen an der Rechenanlage eher weniger Spaß. "Dort ist die Geruchsbelästigung am stärksten", sagt Frank Martens-Jung. Nichtsdestotrotz bereut Egger seine Berufswahl nicht. "Ich bin froh, dass ich in diese Richtung gerutscht bin", sagt er.

Unternehmen fördert selbstständiges Arbeiten

Seit 1993 hat Eurawasser 142 Männer und Frauen ausgebildet, hauptsächlich in den Berufen Fachkraft für Abwassertechnik und für Trinkwasseraufbereitung, Rohrleitungs- und Kanalleitungsbauer sowie Industriekaufmann. In diesem Jahr wurde das Unternehmen zum vierten Mal als Top-Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet. "Das, was wir im Vorstellungsgespräch versprechen, wird auch gelebt und umgesetzt", sagt Martens-Jung. Einen Großteil der Ausbildung mache die Praxis aus. Eurawasser fördere das selbstständige und eigenverantwortliche Arbeiten. Außerdem stünden interne Schulungen auf dem Programm, in denen zusätzliche Ausbildungsinhalte vermittelt werden. Das sei wichtig, zum Beispiel um die Technik bedienen zu können. Denn viele Anlagen seien mittlerweile stark automatisiert. Dass Eurawasser immer mit der Technologie mitgehe, mache auch den Reiz der Ausbildung aus. Ebenso wie die Vielfalt der Arbeit, die von Elektronik über Chemie bis hin zu Schlossertätigkeiten reicht. Und so sei es auch nicht verwunderlich, dass das Unternehmen bislang keine Probleme habe, neue Lehrlinge zu finden. Vor allem im kaufmännischen Bereich sei die Nachfrage groß, so der Personalleiter.

Wiedereinstieg nach dem Studium erwünscht

"Eurawasser als Arbeitgeber zu wählen, war die richtige Entscheidung", sagt auch Robert Egger, der im Herbst ein Bachelor-Studium der Wasserwirtschaft in Magdeburg begann. Jetzt profitiert er von der Studienförderung des Rostocker Unternehmens. Neben einer finanziellen Unterstützung beinhaltet diese die Möglichkeit, nach dem Studium wieder bei Eurawasser einzusteigen - "möglicherweise als Fachkraft mit Führungsaufgaben", sagt Martens-Jung. Ein Wiedereinstieg sei aber auch an anderer Stelle in der Remondis-Aqua-Gruppe, zu der das Unternehmen gehört, denkbar.

Top Azubi: Das muss er können

  • Wer gut sein will, sollte nicht nur die Berufsschule besuchen, sondern auch im Selbststudium Wissen erwerben.

  • Neben den 39 offiziellen Ausbildern des Unternehmens vermitteln auch andere erfahrene Mitarbeiter im Alltag Kompetenz. „Das Handwerk lernt man von den Älteren“, sagt Personalleiter Frank Martens-Jung.

  • Engagement in der Praxis wird vorausgesetzt. Eurawasser fördert schon früh das selbstständige und eigenverantwortliche Arbeiten.

  • Wer eine Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik macht, sollte auch körperlich fit sein.

  • Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Aufgaben und Herausforderungen werden erwartet.
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