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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 10:34 Uhr

Messe : Robau: Mehr Schutz fürs Haus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Eigentümer haben bei Bau und Modernisierung der eigenen vier Wände auch die Sicherheit im Blick

In den Messehallen des IGA-Parks ist es am vergangenen Wochenende wieder brechend voll gewesen. Denn von Freitag bis gestern hatten Gäste die Möglichkeit, die bereits 27. Robau, die größte Baumesse des Landes, zu besuchen. Zirka 15 000 Besucher informierten sich bei den mehr als 240 Ausstellern rund um die Themen Neubau, Modernisierung sowie das Handwerk für den privaten und professionellen Bereich. Aber auch Neuerungen im Bereich des Einbruchsschutzes interessierten besonders Eigenheimbesitzer. „Es herrscht ein hohes Unsicherheitsgefühl. Denn bis 2015 war ein stetiger Anstieg von Einbrüchen oder Einbruchsversuchen – mit einer Steigerung von bis zu 33 Prozent – zu verzeichnen“, weiß Lutz Schlösser von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Rostock. Besonders häufig werde beim Eindringen ins Haus die Lochbohrmethode angewendet. Mit einem Handbohrer wird ein Loch in den Rahmen eines Fensters oder einer Terrassentür gebohrt. Dann wird mithilfe eines biegsamen Stacheldrahtes der Fenstergriff geöffnet, der Einbrecher kann einsteigen.

Deswegen bietet das Fachgeschäft Sicherheitstechnik vor allem mechanische statt elektronischer Sicherheitsmaßnahmen an. „Diese haben den Vorteil, den Einbruch zu verhindern, elektronische Alarmanlagen geben lediglich den Hinweis, dass ein Einbruch stattfindet“, erklärt Mitarbeiter André Axmann. Ein abschließbarer Fenstergriff beispielsweise könne nicht mit der Lochbohrmethode geöffnet werden. Türaushebeschutz oder Fensterriegel unterstützen diese Sicherheitsvorkehrung ebenfalls.

„Zirka 80 Prozent der Häuser in Deutschland sind schlecht und ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen ausgerüstet“, so Lutz Schlösser. „Das liegt zu einem großen Teil auch an vielen Baufirmen. Wenn jemand mit einem festen Budget ein Haus bauen möchte, dann wird ein entsprechendes Sicherheitssystem nicht mehr in der Planung des eigenen Hauses berücksichtigt“, gibt Axmann zu verstehen.

Um mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu haben, zog es Messebesucher Kurt Sachse gezielt an den Stand der Sicherheitsfirma. „Ich wollte mich über weitere Aufrüstmöglichkeiten informieren“, erklärte er. „In meinem Umfeld wurde fast überall eingebrochen, außer bei mir“, ergänzt der Rostocker.

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