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Rostocker Stiftung zeichnet ehemaligen Ministerpräsident aus : Ringstorff erhält Albert Schulz-Preis

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Der ehemalige Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff erhält für seine vollbrachten Leistungen für das Land MV in diesem Jahr den Albert Schulz-Preis. Die Preisverleihung findet am 22. März im Rostocker Rathaus statt.

svz.de von
erstellt am 25.Feb.2013 | 06:51 Uhr

Rostock | Weil er auf eine "sehr norddeutsche Art eine beachtliche Leistung" für das Land Mecklenburg-Vorpommern vollbracht hat, erhält der ehemalige Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff (SPD) in diesem Jahr den Albert Schulz-Preis. "Eigentlich hätte er schon längst Preisträger sein müssen", sagt Peter Schulz, Vorstandsvorsitzender der Albert Schulz-Stiftung, die die Auszeichnung vergibt. Die Preisverleihung findet am 22. März im Festsaal des Rostocker Rathauses statt.

Der Namensgeber des Preises, Albert Schulz (1895-1974), hat sich für Freiheit und soziale Gerechtigkeit engagiert. 1946 setzte die Sowjetische Militäradministration den Sozialdemokraten, der 1932 in den Reichstag gewählt worden war, als Oberbürgermeister von Rostock ein. Die nach ihm benannte Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Andenken an sein Wirken zu bewahren und das Verständnis der Geschichte der SPD in Rostock und Mecklenburg zu fördern. Der Albert Schulz-Preis wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert. "Den Preis bekommen Menschen, zu deren Tun mein Vater sagen würde: Das hast du gut gemacht", sagt Peter Schulz, der von 1971 bis 1974 Erster Bürgermeister von Hamburg war.

Dass Harald Ringstorff es einmal weit bringen würde, habe er schon früh geahnt, so der 82-Jährige, der den Politiker Ende 1989 in Rostock kennenlernte. "Ich habe rasch begriffen, welche Kraft dieser Mann hat", sagt er. Neben Ingo Richter sei Ringstorff in der Zeit nach der Wende ein Platzhirsch unter den Sozialdemokraten gewesen. "Es war sehr klar, dass einer von beiden die führende Kraft der Rostocker SPD werden würde", sagt Schulz. Der Weg zum Amt des Ministerpräsidenten sei von dort aus nicht mehr weit gewesen. Denn Rostock sei die wichtigste Stadt für die Sozialdemokraten in MV gewesen.

Nachdem Ringstorff sich schließlich durchgesetzt hatte und 1998 zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, habe er das Land bis 2008 auf hervorragende Art geführt - sehr ruhig, unaufgeregt, aber auch sehr bestimmt. "Man wusste, wo der Hammer hängt", sagt Schulz. Er habe sich nicht gescheut, Konflikte durchzustehen und habe im Endeffekt oftmals Recht behalten.

Über den Albert Schulz-Preis freue sich Harald Ringstorff genauso ruhig und gelassen, wie er regiert habe. "Spitze Jubelschreie kennt er nicht", sagt Schulz. Er sei eben sehr norddeutsch.

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