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18. Dezember 2017 | 15:50 Uhr

Richtkranz krönt das Darwineum

vom

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2011 | 08:56 Uhr

Gartenstadt | "Liebe Affen, bald ist es vollbracht", so hat es Ost-Bau-Geschäftsführer Dieter Zeuke gestern beim Richtfest des Darwineums versprochen. Und die Zeichen dafür, dass die Gorillas und Orang-Utans im Spätsommer 2012 ihr neues Zuhause beziehen können, stehen wirklich gut. "Der Eröffnungstermin kann nach aktuellem Stand gehalten werden", sagt Zoodirektor Udo Nagel. Er nutzte das Richtfest, zu dem viele Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur gekommen waren, um sich bei allen Planern, Baufirmen und seiner eigenen Mannschaft vom Zoo zu bedanken. Dann schlug er den symbolischen letzten Nagel ins Holz und stieß mit seinen Mitarbeitern und Gästen auf das bisher Geleistete an.

Tag und Nacht gearbeitet

Und was da bisher auf der Baustelle im Barnstorfer Wald geleistet wurde, ist mehr als beachtlich: Am 8. Juni wurde der erste Spatenstich getan, schon am 3. August konnte der Grundstein gelegt werden. Jetzt, nur vier Monate später, steht die gigantische Dachkonstruktion - das mit 3000 Quadratmetern größte Folienkissendach des Landes.

Gerade in den vergangenen Wochen liefen die Arbeiten auf Hochtouren. "Das war ein wahrer Endspurt", sagt Nagel. Im Zwei-Schicht-System wurde Tag und Nacht gearbeitet, auch an den Wochenenden. So konnte das Richtfest bei fast vollständig geschlossenem Dach gefeiert werden. Nur dort, wo Lüftungsklappen eingesetzt und wo noch größere Gegenstände per Kran ins Innere gehoben werden, sind noch Lücken in der Folienkissenkonstruktion. Diese offenen Stellen sollen am Montag geschlossen werden. Auch alle Fenster sind bereits eingesetzt. In einem nächsten Schritt wird die Bauheizung angeschlossen. Dann kommen die Bodenbeschichter und die Arbeiter der technischen Gebäudeausrüstung zum Einsatz, sodass es auch im Inneren von Tropenhalle und Ausstellungsbereich schleunig vorangeht. Außerdem beginnt ein Illusionsmaler damit, die Tropenhalle in einen Dschungel zu verwandeln. An den Balustraden sollen Küstenabbrüche dargestellt werden. All diese Arbeiten sollen noch vor Weihnachten angefangen werden.

Bewohner brauchen Eingewöhnungszeit

Schließlich sollen im März die ersten Tiere ins Darwineum ziehen. Das werden die Bewohner der Aquarien und Terrarien sein, die in den Räumen, die an die zentrale Tropenhalle grenzen, die Evolutionsgeschichte darstellen. Die Tiere brauchen eine gewisse Zeit, um sich an ihr neues Domizil zu gewöhnen. Am längsten dauert das bei den Bewohnern von Quallenkreisel und Korallenriff. Scheibenanemonen, Leder- und Hornkorallen brauchen rund sechs Monate. Mehr als 40 Wirbel- und 100 weitere Tierarten beziehen das 20 000 Quadratmeter große Darwineum.

20,3 Millionen Euro aus EU-, Bundes-, Landes-, Kommunal- und Eigenmitteln fließen in den Bau des Darwineums. Auch die Hansestädter und Zoo-Gäste haben mit zahlreichen Spenden dazu beigetragen, dass die Rostocker Menschenaffen ein artgerechtes und für die Besucher spannendes Zuhause bekommen.

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