zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. August 2017 | 09:55 Uhr

Wissenschaft : Revolutionäre Forschung aus Rostock

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Professor Beller und Team entwickeln Eisenkatalysator

Wissenschaftler vom Rostocker Leibniz-Institut für Katalyse haben einen Eisenkatalysator entwickelt, mit dem schnell, billig und in großen Mengen wichtige Grundbausteine von Kunststoffen oder Pharmazeutika gebildet werden können.

„Während die meisten Katalysatoren aus seltenen und teuren Edelmetallen wie Platin, Palladium oder Rhodium bestehen, kann Eisen als Allerweltsmetall bezeichnet werden“, sagt Institutschef Professor Matthias Beller. Es sei unerschöpflich, preiswert und ungiftig. Das Potenzial von leistungsfähigen Eisenkatalysatoren, die umweltschonend für die Gewinnung von primäre Amine genannten Grundbausteine genutzt werden können, sei enorm.

Katalysatoren sind chemische Hilfsstoffe, mit denen das Zusammenkommen von Molekülen gesteuert und in die gewünschte Richtung gelenkt werden kann. Beller und seinem Team ist es nun erstmals gelungen, einen so genannten homogenen Eisenkomplex zu entwickeln, mit dem bei nur 70 Grad Celsius und mit 20 Minuten in relativ kurzer Zeit eine Vorstufe von Nylon problemlos gebildet werden kann.

Amine sind Zwischenprodukte, die auf vielfältigste Art industriell weiter veredelt werden. Neben Kunststoffen werde sie für die Produktion von Farben oder Pflanzenschutzmittel eingesetzt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen