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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 04:57 Uhr

Ausstellung : Rettungsschwimmer analog

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Fotograf Frank Hormann zeigt im Café der Kunsthalle anspruchsvolle Sportlerfotos.

von
erstellt am 26.Aug.2014 | 09:00 Uhr

Der Blick ist konzentriert in die Ferne gerichtet. Sie steht zum Absprung am Beckenrand bereit. Doch es ist kein belebtes Hallenbad, in dem die junge Frau ein Auge auf die Besucher hat. Der Fotograf Frank Hormann hat sie in einem stillgelegten Schwimmbad in Kühlungsborn in Szene gesetzt. Der Kontrast zwischen der vitalen Sportlerin und dem verfallenden Gebäude könnte kaum größer sein.

Diese Spannung findet sich in vielen der Bilder, die Hormann ab heute im Café der Kunsthalle ausstellt. „Seit Ende der 80er-Jahre fotografiere ich Rettungsschwimmer. Mich reizen die Körpersprache und das Element Wasser“, erklärt Hormann. Seine Faszination für verlassene Orte und Bauruinen hat er in der ausgestellten Serie damit kombinieren können. „Ich möchte vordergründig nicht den Verfall dokumentieren, sondern die Schönheit, die diese Orte noch immer ausstrahlen“, so der Fotograf.

In einem zweiten Teil der Ausstellung sind Rostock-Bilder in Schwarz-Weiß zu sehen – Menschen, Architektur, auch Schiffe und Hafenanlagen. Schon in einer Sommerausstellung im Schifffahrtsmuseum auf dem Traditionsschiff zeigte Hormann diese und zahlreiche andere Fotografien seiner Heimatstadt. In der Kunsthalle will er noch einmal einen anderen Akzent setzen und hat die farbigen Aufnahmen hinzugenommen.

Hormann arbeitet analog. Die ausgestellten Bilder entstanden mit 6-mal-6-Rollfilmkameras. „Da ist nichts nachbearbeitet, keine Verfremdung, kein Bildschnitt. Das Bild ist so, wie ich es durch den Sucher gesehen habe.“ Zu erkennen ist dies auch am schwarzen Rand des Negativs, der seine Motive rahmt.

Öffnungszeiten: bis 28. September Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr

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