Rostock : Rettungskräfte sind gut vorbereitet

Haben die DRK-Fahrzeuge für den Sail-Einsatz mit dem notwendigen Equipment gepackt: Kreisbereitschaftsleiter Maik Junge (36, r.) und Rettungssanitäter Ole Klöcking (20).
Foto:
1 von 1
Haben die DRK-Fahrzeuge für den Sail-Einsatz mit dem notwendigen Equipment gepackt: Kreisbereitschaftsleiter Maik Junge (36, r.) und Rettungssanitäter Ole Klöcking (20).

Im Stadthafen und in Warnemünde sorgen Ehrenamtler vom Deutschen Roten Kreuz für die Gesundheit der Sail-Besucher

svz.de von
12. August 2016, 06:26 Uhr

Auch wenn er selbst Schiffe liebt – Zeit zum entspannten Genuss der Traditionssegler zur Hanse Sail hat Maik Junge nicht. Schließlich ist der Rettungsassistent des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auch Koordinator des ehrenamtlichen Sanitätsdienstes und Kreisbereitschaftsleiter.

Die maritime Großveranstaltung gehört für den 36-Jährigen dennoch eher zu den kleineren Einsätzen, die er zu koordinieren hat. „Bei der Rostocker Marathonnacht am vergangenen Sonnabend waren wir zum Beispiel mit 154 Ehrenamtlern im Einsatz. Da brauchten wir noch Unterstützung aus dem Land sowie aus Hamburg, Bremen und Thüringen“, so Junge.

Bei der Sail sind täglich 38 ehrenamtliche DRK-Mitglieder im Einsatz. Während im Stadthafen vor allem die Bühnen abgesichert würden, steht in Warnemünde am Strandaufgang 3 ein großes Zelt mit sechs Behandlungsplätzen sowie einem Aufenthaltscontainer für die Helfer, die von diesem Stützpunkt aus auch zu Fußstreifen durch das Ostseebad aufbrechen und seit gestern täglich zwischen 10 Uhr vormittags und 1 Uhr nachts vor Ort sind. „Die Einsatzstärke und -zeiten sind trotz des überarbeiteten Sicherheitskonzeptes für uns gleich geblieben“, sagt Junge.

Im Warnemünder DRK-Zelt können die Rettungskräfte die Erstversorgung von Sail-Besuchern mit gesundheitlichen Problemen übernehmen. „Dazu zählen zum Beispiel Kreislaufprobleme, Brüche nach Stürzen, auch einen Infarkt-Patienten gab es schon mal“, so der Einsatzleiter. Dennoch würden die bei der Sail auftauchenden Notfälle eher zu den im Rettungsdienst üblichen gehören.

Damit das passenden Equipment vor Ort ist, wurden in der DRK-Halle in der Fahnenstraße die Fahrzeuge vorschriftsmäßig gepackt. Neben den medizinischen Gerätschaften gehörte natürlich auch Kaffeepulver zur Ausstattung. Denn die Ehrenamtler vom DRK haben gerade wieder Hoch-Zeit mit Sanitätseinsätzen. „Am Mittwoch haben wir das Hansa-Heimspiel abgesichert, von Donnerstag bis Sonntag die Sail. Danach geht es weiter mit der Lichtklangnacht, Beachsoccer und dem Reitturnier in Reez“, zählt der Einsatzleiter auf.

Rund 240 so genannte Helfertage würden die DRK-Ehrenamtler in der Hansestadt pro Jahr ableisten. 2015 waren es durch die Flüchtlingshilfe sogar 404. Um die Einsätze zu planen, kann Junge auf 136 Helfer zurückgreifen. Außerdem würde das Rostocker DRK eng mit dem Roten Kreuz in Bremen und Hamburg zusammenarbeiten. Bei der Hanse Sail sind es überwiegend Rostocker, die das größte Fest der Hansestadt absichern.

Neben dem Sanitätsdienst sind auch ganz regulär die Rettungsschwimmer im Einsatz – dazu kommen in Warnemünde und im Stadthafen jeweils zwei Schiffe der Wasserwacht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen