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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 11:05 Uhr

Rettung fürs Gewölbe von St. Marien

vom

svz.de von
erstellt am 26.Aug.2013 | 08:36 Uhr

Rostock | Rost und Risse bedrohen eines der ältesten Gewölbe in Rostock. Deshalb werden die Chorkapellen in St. Marien restauriert. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. 2011 wurde mit der Reparatur der fünf großen, 15 Meter hohen und zueinander geöffneten Kapellen begonnen.

Nachdem in den ersten beiden Jahren der Arbeiten an zwei Kapellen im Osten und Nordosten wichtige Erfahrungen mit den stark beschädigten Gewölben gesammelt wurden, soll mit der Sanierung der drei folgenden Kapellen nun die Gesamt-Statik des sechsteiligen Gewölbes verbessert werden. Dazu werden Sicherungen an Pfeilern, Arkaden, Fenstern und Wandflächen ausgeführt.

Die in der Vergangenheit eingebauten Schienen und Eisenkeile waren verrostet. Das hatte zu weiteren Rissen geführt. Sie werden nun ausgebaut, Fugen und Risse mit Spezialmörtel verpresst. An den hohen Fenstern wurden durch Mauerwerksbewegungen beschädigte Anschläge bereits repariert. Die Verglasungen werden noch überholt und repariert, darunter sind auch etliche Bleiglasbuntfenster von 1893. Abschließend erhalten die Kapellen ihre barocke weiße Fassung mit den gemalten Akanthusblättern zurück.

Die Kosten für das Restaurierungsprojekt belaufen sich auf rund eine halbe Million Euro. Sie setzen sich aus Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, dem Land, der Hansestadt und der Innenstadtgemeinde Rostock zusammen. Der Förderverein Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock steuert 83 000 Euro bei. Vom Stand der Arbeiten können sich Besucher der Marienkirche unter anderem am Tag des offenen Denkmals, am 8. September, überzeugen.

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