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Norddeutsche Neueste Nachrichten

16. Dezember 2017 | 16:00 Uhr

Retter planen ein neues Zentrum in Lütten Klein

vom

svz.de von
erstellt am 19.Dez.2012 | 05:37 Uhr

Lütten Klein | Mit der Zustimmung des Bauausschusses am Dienstag werden die Pläne für ein neues Rettungs- und Ausbildungszentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Lütten Klein nun konkret. "Endlich kann es losgehen", sagt Gunnar Wiechert, Abteilungsleiter Rettungs- und Fahrdienst. Er hatte seinen Posten schon vor vier Jahren mit der Vision des neuen Zentrums angetreten.

Sobald der DRK-Vorstand grünes Licht gibt, soll das Grundstück in der Trondheimer Straße angekauft werden. Derzeit gehört es noch einer Immobiliengesellschaft aus Berlin. Die habe aber bereits ihre Zustimmung zu einem Verkauf signalisiert, so Wiechert. Zwei andere Grundstücke seien aus Gründen des Lärmschutzes und der Anbindung durchgefallen. "Wegen der Hilfsfristen kommt nur ein sehr enger Radius in Frage", sagt Wiechert. Laut Gesetz haben die Fahrzeuge maximal zehn Minuten, um an den Einsatzort zu kommen.

Im neuen Zentrum sollen neben der Rettungswache auch der Katastrophenschutz und die Ausbildung angesiedelt werden. So will Wiechert die Abläufe im Ernstfall verbessern: "Dann kennen sich alle schon und sind eingespielt." Laut Bauvoranfrage könnten auf dem 6500 Quadratmeter großen Grundstück ein dreigeschossiges Gebäude mit Schulungs- und Umkleideräumen sowie links und rechts daneben je eine Fahrzeughalle entstehen. Anschließend könnten dann die 30 Mitarbeiter des Rettungsdienstes, die zehn Ausbilder mit ihren Klassen sowie rund 100 ehrenamtlichen Katastrophenschützer des Stadtteils einziehen. Sollte der Vorstand zustimmen, könnte auch ein DRK-Ortsverein hier unterkommen.

Doch zunächst sei es wichtig, das bevorzugte Grundstück zu sichern und den Bauantrag bei der Stadt einzureichen, so Wiechert. "Wir hoffen, den Grundstein noch im nächsten Jahr legen zu können", sagt er. Kommt dann nichts dazwischen, könnte das Zentrum 2014 seinen Betrieb aufnehmen. Die laut Kostenvoranschlag drei Millionen Euro für den Bau will das DRK selbst finanzieren.

Derzeit sind die zwei Rettungsfahrzeuge und der Krankentransportwagen für den Stadtteil noch in der St.-Petersburger Straße stationiert. "Pro Auto fahren wir 220 Einsätze im Monat", sagt Wiechert. Allerdings seien die Bedingungen in der Rettungswache derzeit nicht optimal. Das gelte auch für den Katastrophenschutz, der momentan in der Fahnenstraße angesiedelt ist. Dort sei das Dach aber sehr kaputt, sodass es sogar schon durchgeregnet habe.


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