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Norddeutsche Neueste Nachrichten

15. Dezember 2017 | 07:36 Uhr

Wasserwacht : Retter bereiten Saison vor

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

DRK startet heute wieder einen Kurs für Lebensretter in der Rostocker Neptun-Schwimmhalle

svz.de von
erstellt am 26.Feb.2016 | 05:00 Uhr

Eng an eng liegen Zehntausende Sonnenhungrige am Strand oder tummeln sich in den Fluten der Ostsee – ein Bild, das in Warnemünde jeden Sommer zur Normalität gehört und die Rettungsschwimmer vor Herausforderungen stellt. Insgesamt 163 Männer und Frauen von der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben vergangenes Jahr die Absicherung der Strände im Ostseebad sowie Markgrafenheide übernommen – nur 52 davon aus Rostock. Der Großteil waren Rettungsschwimmer aus anderen Bundesländern, die im Sommer Unterstützung bei den Diensten am Strand leisten. Damit die Zahl eigener Kräfte wächst, bildet der DRK Kreisverband Rostock ab heute wieder Rettungsschwimmer aus.

„Und die könnten, wenn sie alle Prüfungen bestehen, schon zum Saisonbeginn auf den Türmen stehen“, sagt Susanne Naumann. Die 29-jährige Sportlehrerin ist Ausbildungsleiterin bei der Wasserwacht Rostock und weiß, worauf es ankommt. Nämlich nicht, cool aussehend auf dem Turm zu stehen. Rettungsschwimmer haben Verantwortung und gehen bei ihren Einsätzen für die Sicherheit der Badegäste auch selbst Risiken ein. „Deswegen ist eine gute präventive Arbeit wichtig. Wir heißen zwar Rettungsschwimmer, aber das Schwimmen sollte die letzte Möglichkeit sein – weil es auch für uns gefährlich werden kann“, sagt die Rostockerin.

Deshalb gehören neben den Hilfsgeräten wie Boje und Rettungsring, mit denen auch bei der Ausbildung gearbeitet wird, am Strand natürlich auch ein Boot sowie ein Quad für das schnellere Vorankommen am Strand dazu. Bei den Wachdiensten in der Saison, die am 14. Mai beginnt, sind die Türme jeweils mit mindestens zwei Rettungsschwimmern besetzt – und das fünfmal in Markgrafenheide und siebenmal in Warnemünde. Personell wäre das nur mit Rostockern gar nicht zu leisten. Bis auf eine Aufwandsentschädigung beziehungsweise die Unterkunft bei auswärtigen Kräften ist Rettungsschwimmen ein Ehrenamt. „Wenn bei einem unserer Kurse am Ende zwei Rettungsschwimmer für die Strand-Dienste übrig bleiben, dann sind wir schon gut“, weiß Naumann. Schließlich werden auch Teilnehmer ausgebildet, die den Kurs aus beruflichen Gründen brauchen, zum Beispiel Polizisten, Feuerwehrleute, Forschungstaucher und auch Sportlehrer.

Das Rettungsschwimmer-Abzeichen gilt auf Lebenszeit. „Wer Dienste leisten will, muss aber jährlich eine Prüfung zur Aktualisierung machen“, sagt DRK-Ausbilder Marco Erler – damit durch die gute Arbeit der ausgebildeten und fitten Rettungsschwimmer die Bilanz weiter so gut ausfällt wie 2015, als es an den Rostocker Stränden keinen Toten gab.

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