Aktionstag in Rostock : Reparieren statt wegwerfen

Einmal um den Globus reisen manche Produkte, bevor sie in unseren Läden landen. Hilke Nickel und Lenny finden das alarmierend.
Einmal um den Globus reisen manche Produkte, bevor sie in unseren Läden landen. Hilke Nickel und Lenny finden das alarmierend.

Ein bewusster Umgang mit Konsumgütern ist das Thema der Entwicklungspolitischen Tage in Rostock.

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09. November 2015, 08:00 Uhr

Kaputte Fahrradreifen, Pullover mit Löchern oder eine Hose, die nicht mehr gefällt: Von vielen Rostockern als Müll angesehen, lassen sich aus alten und gebrauchte Dingen mit ein bisschen Geschick schnell echte Schmuckstücke fertigen. Das ist auch der Grundgedanke der Entwicklungspolitischen Tage der Heinrich-Böll-Stiftung, die am Sonnabend unter dem Motto „Schon fairabredet?“ in die Frieda 23 eingeladen hatte.

In Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Studentenausschuss, der Fairtraidstadt und dem Verein Soziale Bildung verwandelte sie das Kunstzentrum zur Bühne einer Faire-Trade-Show. Neben dem Zuschauen war vor allem das Mitmachen gefragt. „Den Namen Fairtrade-Stadt trägt Rostock zurecht. Es soll sich jedoch nicht darauf ausruhen, sonder weitermachen. Wir wollen mit dieser Veranstaltung informieren, aber auch hinterfragen und kritisch beleuchten“, sagt Christine Decker von der Böll-Stiftung.

Den Besuchern wurde viel geboten: Beim Fantasia-Mitmachzirkus konnten sich Groß und die Klein austoben. Direkt nebenan wurden in der Klamottenklinik alte Kleidungsstücke wiederbelebt oder einfach nur geflickt. „Ich finde es sehr schade, wenn sich Leute immer wieder neue Sachen kaufen, anstatt die alten zu reparieren und möchte daher mein Wissen weitergeben“, sagt die Schneiderin und Studentin Juliane Schwarz. Alte Dinge nicht gleich wegzuwerfen, sondern neu zu verwerten ist auch das Motto des Upcycling-Ateliers. Modische Armbänder aus Fahrradschläuchen und Kuscheltiere aus alten Stoffresten konnten hier bewundert werden.

Infovorträge, Kurzfilme und eine Fair-Show erweiterten das Programm, das fair gehandelte Snacks und Getränke bot. „Wir wollen keine Werbeveranstaltung sein, sondern inhaltliche Impulse geben“, sagt Christine Decker.

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