seehafen : Reiskäfer im Exportgetreide

In dem braunen Container (rechts oben) kontrollieren die Mitarbeiter den Warenfluss.
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In dem braunen Container (rechts oben) kontrollieren die Mitarbeiter den Warenfluss.

Landesamt überprüft 2,2 Millionen Tonnen Ware / Betroffene Laderäume desinfiziert

Im Rostocker Hafen überprüfen die Behörden immer mehr Exportgetreide. Im ersten Halbjahr seien knapp 2,2 Millionen Tonnen getestet worden – nach 2,8 Millionen Tonnen im gesamten Vorjahr, wie das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei gestern in Rostock mitteilte.

Überwiegend ging es um Weizen, Gerste und Roggen für Länder des Nahen Ostens, wie Saudi-Arabien und Iran, sowie für einige Länder Afrikas und Asiens. „Pflanzliche Erzeugnisse, die in Nicht-EU-Länder exportiert werden, müssen vor dem Transport vom amtlichen Pflanzenschutzdienst auf Schädlinge hin untersucht werden“, sagt der Dezernatsleiter für Pflanzengesundheit Dr. Armin Hofhansel.

Dabei wurden die Kontrolleure fündig: Im Januar und Februar habe es einige Beanstandungen wegen des Befalls von Getreide mit dem Reiskäfer gegeben, hieß es. Zum Abtöten der Schädlinge seien die Laderäume der betroffenen Schiffe mit Gas desinfiziert worden. Hofhansel berichtet: Bei den Getreideexporten spiele die Analyse auf die Vorratsschädlinge Korn-, Mais- oder Reiskäfer nach wie vor die wichtigste Rolle. Aber auch auf Beimengungen wie Unkrautsamen, wie zum Beispiel von Quecke, werde geachtet.

Die Kontrolleure im Seehafen richten sich bei ihrer Arbeit nach den Einfuhrbestimmungen der jeweiligen Empfängerländer. Direkt vom Förderband werden beim Beladen der Schiffe Proben nach einer vorgeschriebenen Methode entnommen. Die Proben werden durchgesiebt und der Siebrest später im Labor mikroskopisch untersucht.

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