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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 03:20 Uhr

Reifenschlitzer schlägt erneut zu

vom

svz.de von
erstellt am 14.Feb.2013 | 07:30 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Aufruhr in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt: Schon wieder hat ein Unbekannter gestern Morgen Reifen zerstochen. Dieses Mal traf es 20 Autos im Patriotischen Weg und der Friedrichstraße. Der Täter konnte der Polizei und einem Fährtenhund nur knapp entkommen - eine Zeugin hatte ihn beobachtet.

Es ist kurz vor 6 Uhr, als Anke Meyer den Müll aus der Kita im Patriotischen Weg an die Straße bringt. "Ich bin durch eine Seitentür raus, dann hörte ich es zischen", sagt sie. Als sie um die Ecke guckt, sieht sie im Dunkeln einen Mann, der sich an den Reifen der geparkten Autos zu schaffen macht. Dabei arbeitet er sich in Richtung Werftdreieck vor. Zunächst denkt Meyer sich nichts dabei, will sich drinnen für die Arbeit umziehen. Im Gespräch mit ihrer Kollegin kommen ihr dann aber doch Zweifel. Sie ruft die Polizei. "Nur wenige Minuten später standen sie vor der Tür und wir sind gemeinsam zu den Autos", so Meyer. Im Schein einer Taschenlampe ist schnell klar: Die Reifen sind platt, zerstochen.

Polizei ermittelt unter Hochdruck

Der Täter muss da noch in der Nähe sein, doch auch ein Fährtenhund findet keine heiße Spur mehr. "In der dicht bewohnten Gegend konnte der Mann schnell untertauchen", so Polizeisprecherin Yvonne Hanske. Ihre Kollegen ermitteln jetzt unter Hochdruck, denn seit Dienstag ist die Zahl der beschädigten Autos auf nun schon 90 gestiegen. Ein bestimmtes Muster oder eine politische Botschaft ist dabei nicht zu erkennen: "Wie in den vorangegangenen Fällen wurden auch diesmal offensichtlich wahllos Fahrzeuge aller Marken und Typen beschädigt", so Hanske. Dabei schlitzte der Täter mal ein, mal zwei Autoreifen auf. Bislang sind Reutershagen und vor allem die Kröpeliner-Tor-Vorstadt betroffen.

"Für so etwas habe ich überhaupt kein Verständnis", sagt Kita-Mitarbeiterin Meyer. Ihrer Meinung nach handelt es sich um reine Zerstörungswut ohne Rücksicht auf die Besitzer. "Die werden durch andere gezwungen, neue Reifen zu kaufen, obwohl sie selbst nicht viel verdienen", so Meyer. Und auch die Sicherheit ihrer Kita-Kinder leide unter den sinnlosen Verwüstungen. Sie beschreibt den beobachteten Mann als etwa 1,65 bis 1,79 Meter groß. Bekleidet war er mit einer dunklen Hose und einer hellgrauen Jacke. Außerdem hatte er eine Mütze auf dem Kopf. Ob es sich um denselben Täter handelt, der am Dienstag beim Reifenaufschlitzen in der Budapester Straße beobachtet wurde, ist noch unklar. Dort war eine Anwohnerin gegen 1.15 Uhr durch verdächtige Geräusche auf der Straße aufmerksam geworden. Sie beschrieb den Unbekannten als etwa 40 Jahre alt, dunkel gekleidet und mit sehr auffälligen Geheimratsecken. Die Polizei setzt bei ihrer Fahndung auf Hinweise aus der Bevölkerung. Sie erhofft sich unter anderem genauere Angaben zum Aussehen des Schlitzers. Beobachtungen können per Telefon, Internet oder auf der Wache weitergegeben werden.Kontakt: Notruf 110 oder www.polizei.mvnet.de

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