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Happy End bei tierischem Einsatz : Reh aus Seenot gerettet

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Das war selbst für die erfahrene Besatzung des Kreuzers "Vormann Jantzen" neu: Sie hat am Sonnabend ein Reh aus Seenot gerettet. Entdeckt hatte es der Kapitän der "Aidamar", die nicht weit entfernt in den Hafen einlief.

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erstellt am 12.Aug.2013 | 06:08 Uhr

Rostock | Das war selbst für die erfahrene Besatzung des Kreuzers "Vormann Jantzen" neu: Sie hat am Sonnabend ein Reh aus Seenot gerettet. Entdeckt hatte es gegen 6.30 Uhr der Kapitän der "Aidamar", die nur ein paar Meter vom Tier entfernt in den Hafen einlief. Über Funk informierte der Kapitän die Retter auf dem Kreuzer, der sich gerade in der Nähe auf Kontrollfahrt befand.

Dann ging alles ganz schnell. Die Besatzung ließ ihr Tochterboot "Butscher" zu Wasser und versuchte, sich dem völlig panischen Tier zu nähern. Das gab zunächst seinen natürlichen Reflexen nach und hielt auf die Spundwände eines Hafenbeckens zu - die wohl beste Chance für die wohlwollenden Jäger. Sie formten aus einer Leine ein Lasso und warfen es über den Kopf des Rehs. Über die Bergungspforte konnten sie das Tier an Bord hieven, wo es sich schnell beruhigte. Anschließend setzte das Beiboot Kurs auf den Tonnenhof. Dort verschwand das Reh mit ein paar schnellen Sätzen im Unterholz. Eintrag im Bordtagebuch: "Reh aus Seenot gerettet. Alle Beteiligten wohlauf."

Lob gab es für die Aktion auch vom Jäger Dietrich Nesselrode, der das Geschehen zufällig von Bord der "Aidamar" aus verfolgt hatte. "Bedenkt man, dass ein Reh über enorme Kräfte in den Läufen verfügt, verlief die Bergung schnell und äußerst professionell", schrieb er den Seenotrettern.

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