Netzwerk gegründet : Regiopolen bilden strategische Allianz

Im Regiopole-Netzwerk arbeiten Dr. Wolfgang Kraatz (stellvertretender Landrat des Landkreises Rostock, v. l.), Oberbürgermeister Roland Methling, Michael Dreier (Bürgermeister Paderborn), Kathrin Hoyer (Beigeordnete Erfurt), Pit Clausen (Oberbürgermeister Bielefeld), Wolfgang Cavelius (Erster Beigeordneter Siegen) und Wolfram Leibe (Oberbürgermeister Trier) zusammen.
Im Regiopole-Netzwerk arbeiten Dr. Wolfgang Kraatz (stellvertretender Landrat des Landkreises Rostock, v. l.), Oberbürgermeister Roland Methling, Michael Dreier (Bürgermeister Paderborn), Kathrin Hoyer (Beigeordnete Erfurt), Pit Clausen (Oberbürgermeister Bielefeld), Wolfgang Cavelius (Erster Beigeordneter Siegen) und Wolfram Leibe (Oberbürgermeister Trier) zusammen.

Hansestadt führt Zusammenschluss deutscher Oberzentren an. Herausforderungen sind Bevölkerungsentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit.

svz.de von
17. März 2016, 05:00 Uhr

Gemeinsam wollen Rostock und fünf vergleichbare deutsche Großstädte ihren Einfluss erhöhen. Dazu unterzeichneten Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) und seine Amtskollegen gestern im Berliner Jakob-Kaiser-Haus eine Interkommunale Vereinbarung, die den Auftakt für das Deutsche Regiopole-Netzwerk darstellt. Initiiert wurde dieses durch Rostock.

Dem Netzwerk angeschlossen haben sich Bielefeld, Erfurt, Paderborn, Siegen und Trier. Ziel der Partner ist es, künftig gemeinsam ihre Interessen als Oberzentren mit herausgehobener Bedeutung zu vertreten. Die Funktion dieser Städte als Motoren gesellschaftlicher, kultureller, ökonomischer und technologischer Entwicklungen müsse noch besser sichtbar werden. Außerdem sei die Raumkategorie „Regiopole“ in der Bundesraumordnungspolitik zu verankern, so die Forderung der Beteiligten. „Das ist unbedingt notwendig, damit diese Städte künftig – ebenso wie die Metropolen – fester Bestandteil unserer Raumordnungspolitik und Förderlandschaft sind“, sagt der Rostocker Bundestagsabgeordnete Peter Stein (CDU). „Nur gemeinsam sind wir stark und können gebündelt unsere Interessen wahrnehmen.“ Die Beteiligten der Regiopolregion Rostock wie etwa Politik, Verwaltung, Industrie- und Handelskammer, Landkreis, Planungsverband Region Rostock, Infrastrukturministerium oder auch Region Rostock Marketing Initiative lebten dies vor.

Die Netzwerk-Städte gelten alle als „kleine“ Großstädte und stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Diese betreffen beispielsweise die demografische Entwicklung oder die Stabilisierung der Wettbewerbsfähigkeit, die auch eine verbesserte Wahrnehmung und finanzielle Berücksichtigung voraussetzt. Mit dem Netzwerk soll eine strategische Allianz aufgebaut werden, um die Ziele der Regiopolen gemeinsam umzusetzen.

Der Begriff Regiopole setzt sich aus Regio (Region) und Polis (Stadt) zusammen. Unter dieser Bezeichnung sind kleinere Großstädte außerhalb von Metropolregionen zu verstehen, die als Zentrum regionaler Entwicklung, Standortraum der Wissensgesellschaft und Anziehungspunkt ihrer zumeist ländlich geprägten Region fungieren.


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