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Rechtsradikale stören Feier und attackieren Polizisten

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erstellt am 26.Feb.2012 | 07:02 Uhr

Toitenwinkel | Etwa 20 bis 30 vermummte und teilweise mit Schlagwerkzeugen bewaffnete Nazis haben am Sonnabend die Gedenkfeier für Mehmet Turgut gestört. Turgut war 2004 von Mitgliedern des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Toitenwinkel ermordet worden. Polizisten in Zivil sichteten die Nazi-Gruppe etwa eine Stunde nach Beginn der Feier 400 Meter vom Veranstaltungsort entfernt und stoppten sie. Als Reaktion flog eine Eisenstange in ihre Richtung. Sie traf einen Beamten am Knie, der deswegen ärztlich versorgt werden musste. Anschließend flüchtete die Gruppe in unbekannte Richtung. Die Polizei konnte kurze Zeit später allerdings neun Personen aufgreifen, die Sturmhauben und Schlauchschals zur Vermummung bei sich trugen und die sie der rechten Szene zuordnen konnte. Gegen sie laufen nun Ermittlungen wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch.

Bei den knapp 100 Angehörigen der linksgerichteten Antifa, die zum großen Teil ebenfalls vermummt an der Gedenkfeier teilnahmen, löste das Erscheinen der Nazi-Gruppe lediglich spontane Sprechchöre aus. Sie hatten zuvor schon etliche rechtsgerichtete Aufkleber von Laternenpfählen und Werbebanden abgekratzt. Nazis hatten im Vorfeld der Gedenkfeier zudem mehrere verachtende Graffitis auf den Boden gesprüht.

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