Raubüberfall: Frau mit Waffe bedroht

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20. Juni 2012, 08:23 Uhr

Rostock | Ein maskierter Mann hält ihr die Waffe direkt vors Gesicht. Die 37-Jährige steht Todesängste aus. Die Kassiererin ist gestern im Rostocker Stadtteil Lütten Klein Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls geworden.

Gegen 12.40 Uhr kamen zwei dunkel gekleidete Männer, beide jugendlich, etwa 1,80 Meter groß und mit kurzem Haar, in einen Sonderpostenmarkt in der Trelleborger Straße in Lütten Klein. Einer nahm seine dunkle Sonnenbrille ab, tauschte sie gegen eine weiße Sturmmaske, ging direkt auf die Frau zu. Er zog eine Waffe und richtete sie auf die verstörte Verkäuferin - Zeugenaussagen zufolge direkt auf ihren Kopf. "Kasse auf", forderte er. Sofort öffnete sie die Kassette, der Mann griff hinein und flüchtete mit seinem unmaskierten Kumpanen, der sich die ganze Zeit im Hintegrund gehalten hatte, aus dem Markt. Die Frau blieb unverletzt und informierte die Polizei. Umgehend, um 12.50 Uhr, rückten die Beamten mit Spürhunden an, nahmen die Zeugenaussagen auf und suchten die Umgebung nach dem mutmaßlichen Täter-Duo ab.

Nach knapp zwei Stunden konnten die beiden im angrenzenden Stadtteil Evershagen gestellt werden. "Sie wurden vorläufig verhaftet", sagt Polizeisprecherin Yvonne Hanske. Der Haupttäter habe sich zwischenzeitig umgezogen, sein Begleiter trug noch dieselbe Kleidung - schwarze Hose und Schuhe, grauer Kapuzenpullover mit weißer Aufschrift - wie zur Tatzeit.

Für die weiteren Ermittlungen verhört die Polizei die beiden Verdächtigen, nimmt weitere Zeugenaussagen von Kunden des Marktes und einer Mitarbeiterin auf. "Raubüberfälle verlangen eine deutlich höhere kriminelle Energie als ein Einbruch", sagt Hanske.

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