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Polizei zweifelt an Aussage von Opfer : Raubüberfälle halten Rostock in Atem

vom

Nach zwei Raubüberfällen in der Südstadt und in Lichtenhagen fahndet die Polizei nun nach den möglichen Tätern. In Folge der ersten Ermittlungen hegt sie am vom Opfer geschilderten Tatverlauf in Lichtenhagen Zweifel.

svz.de von
erstellt am 13.Feb.2012 | 09:10 Uhr

Rostock | Nach zwei Raubüberfällen in der Südstadt und in Lichtenhagen am Sonntag fahndet die Polizei nun nach den möglichen Tätern. In Folge der ersten Ermittlungen hegt sie allerdings am vom Opfer geschilderten Tatverlauf in Lichtenhagen Zweifel. Der Mann will in den späten Nachmittagsstunden von maskierten Tätern in seiner eigenen Wohnung überfallen worden sein. Sie hätten an seiner Haustür geklingelt und seien dann unter Anwendung von Gewalt in seine Wohnung eingedrungen. Dort hätten sie sowohl Bargeld als auch Unterhaltungselektronik geraubt, bevor sie mit einem Kleinwagen geflohen seien. Das angebliche Fluchtauto konnte die Polizei bereits kurze Zeit später ermitteln und sicherstellen. Der bisherige Besitzer will es vor wenigen Tagen verkauft haben. Außerdem sicherten die Beamten umfangreiche Spuren am Tatort und setzten einen Spürhund für die Suche nach den Räubern ein.

Den Weg zu ihnen wies allerdings nicht der Hund, sondern das Fluchtauto. "Wir haben über das Fahrzeug rausbekommen, wer die möglichen Tatverdächtigen sind", sagt Polizeisprecherin Yvonne Hanske. Allerdings seien einige Angaben in der Geschichte des Opfers noch offen. "Da gibt es noch einige Details zu hinterfragen", sagt Hanske. Deshalb werde die Version des vermeintlichen Geschädigten bislang mit Vorsicht behandelt.

Im zweiten Fall überfielen drei Männer einen 37-Jährigen im Bereich des Kringelgrabens in der Südstadt. Gegen 18.20 Uhr attackierten sie ihr Opfer und stießen es ohne Vorwarnung von hinten zu Boden. Die Wucht des Aufpralls war so heftig, dass der 37-Jährige sich die Unterlippe aufschlug und Verletzungen an den Zähnen erlitt. Die drei Täter entkamen anschließend unerkannt mit dem Laptop des Mannes in Richtung Majakowskistraße beziehungsweise Südstadtcenter. Dabei konnte das Opfer einen flüchtigen Blick auf die drei Personen werfen. Demnach waren sie alle dunkel gekleidet. Das auffälligste Merkmal sei ein Hansa-Schal gewesen, den einer der Täter umhatte.

Die Polizei bittet nun dringend um Hinweise aus der Bevölkerung, ob im betreffenden Bereich Personen gesehen wurden, auf die die Beschreibung zutrifft und die einen Laptop bei sich trugen. Hinweise nehmen das Polizeipräsidium Rostock, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache entgegen. Kontakt: 0385 / 75 72 24, www.polizei.mvnet.de

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