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19. November 2017 | 11:38 Uhr

Rathaus verhängt Kastrationspflicht

vom

svz.de von
erstellt am 10.Jun.2013 | 08:00 Uhr

Rostock | Einfach raus in den Garten - das geht für Katzen in Rostock künftig nur noch, wenn sie kastriert und gechipt sind. Das Rathaus hat jetzt eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen erlassen. Der Grund: Mittlerweile streunen tausende wilder Katzen durch die Stadt - und die Lage wird immer schlimmer, denn die Tiere vermehren sich rasant. "Derzeit gibt es im Rostocker Stadtgebiet rund 3500 Straßenkatzen.

Nach der neuen Verordnung müssen nun alle privat gehaltenen Katzen und Kater, die ins Freie dürfen, ab dem sechsten Lebensmonat durch einen Tierarzt kastriert und mit Mikrochip gekennzeichnet werden. Auch wer Streunerkatzen regelmäßig füttert, muss diese kastrieren und kennzeichnen lassen. Die angedrohten Strafen sind drakonisch: Verstöße gegen die Kastrationspflicht können mit einer Geldbuße bis zu 5000 Euro geahndet werden. Die Einhaltung der Kastrations- und Kennzeichnungspflicht wird vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt kontrolliert. Ausnahmen sind möglich, vor allem bei Zuchtkatzen, so das Rathaus.

Mit der Kennzeichnung der Tiere sollen privat gehaltene Katzen klar von herrenlosen Streunern unterschieden werden können. So werde auch das Tierheim entlastet, in dem jährlich bis zu 400 Katzen landen. Die Stadt unterstützt zudem die Kastration von Streunerkatzen mit einem Zuschuss, der auf Antrag gezahlt wird. 8000 Euro stehen dieses Jahr dafür zur Verfügung. Für die Kastration eines Katers wird ein Zuschuss von 35 Euro und für eine Katze ein Zuschuss von 70 Euro gewährt. "Die Zahl herrenloser Katzen in der Hansestadt steigt trotz erheblicher Kastrations- und Versorgungsbemühungen der Tierschützer", bilanziert Amtstierärztin Schlößer. Die steigende Zahl von Straßenkatzen führe zu großem Elend. Hunger, Krankheiten und Seuchen grassierten unter den Tieren. "Auch Hauskatzen, die als Freigänger gehalten werden, sind zum Beispiel durch Katzenseuche oder Katzenschnupfen gefährdet", so Schlößer.

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