20 000 feiern mit Marteria in Rostock : Rapper-Power gegen Regenschauer

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Mehr als 20 000 Fans kamen am Sonnabend in den IGA-Park, um Marteria live zu erleben

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14. Juni 2015, 21:00 Uhr

Rap und richtig viele Fans – das ist Marterias Erfolgsgeheimnis. Im Sprechgesang eroberte er seine Heimatstadt am Sonnabend vor mehr als 20 000 begeisterten Besuchern im IGA-Park. Es sei die größte eigene Show, die er jemals veranstaltet, erklärte der Künstler. Bereits Stunden zuvor hatte der Sänger seine Fans via Facebook auf das Konzert eingestimmt: „Wir werden ein wenig filmen, also macht euch hübsch und zieht was Blau-Weiß-Rotes an.“ Botschaft erhört. Die Menge erstrahlt in den Rostocker Farben, viele kommen in Hansa-Shirts. Punkt 20.45 Uhr stürmt der 32-Jährige schließlich auf die Bühne und heizt sofort die Stimmung an – trotz Sturm und Dauerregen. Die Fans recken ihre Hände nach oben, rappen zu seinen Songs „Lila Wolken“ oder „Kids“.

„Ein Junge aus Groß-Klein bewegt 20 000 Menschen in den IGA-Park, es ist grandios“, schwärmt Berufsfeuerwehrmann Marcel Przybyla. Dann folgt Marterias Liebeserklärung ans Publikum: „Ihr seid die geilsten Menschen, für euch bin ich nicht Marteria, sondern Marten.“ Schließlich springt der Rostocker in die Menge und wird buchstäblich von seinen Fans auf Händen getragen. Der Schüler Niclas Eckloff war besonders glücklich. „Ich bin seit über zwei Jahren Marteria-Fan und sogar extra aus Frankfurt am Main angereist, um mit meinem Idol zu feiern“, erzählte der Zehnjährige.

Feuerfontänen und grüner Rauch steigen auf, Fans feiern mit Bengalos – der IGA-Park gleicht einem Lichtermeer. Eine Drohne fliegt dabei immer wieder übers Publikum hinweg und filmt das Konzert für die spätere Videoproduktion. Rund zwei Stunden präsentiert Marteria die Songs seines Albums „Zum Glück in die Zukunft“. „Ich bin wirklich total gerührt, nicht nur von der Show,“ brachte Robert Lange das Gemeinschatfsgefühl schließlich auf den Punkt. „Dieser Mann steht zu seiner Heimatstadt und seinem Verein, dem FC-Hansa. Das finde ich einfach Klasse.“

Ein Kind aus dem Plattenbau-Viertel, die Rostock-Fahne um den Rücken geschlungen – so beginnt und endet Marterias Hommage an seine Heimatstadt. Und als er seinen Song „Mein Rostock“ anstimmt, singt fast jeder im Publikum mit. „Ich werde dieses Konzert nicht vergessen, ein echter Rostocker singt und tanzt im Regen“, so die 23-jährige Lisa Martens aus Tessin.

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