Rostock : Ralph Reichel soll Volkstheater-Intendant werden

Ralph Reichel soll Intendant des Volkstheater Rostock werden.

Ralph Reichel soll Intendant des Volkstheater Rostock werden.

Joachim Kümmritz hat im Sommer 2016 ein schwieriges Amt als Intendant im Rostocker Volkstheater übernommen. Nach den knapp zwei turbulenten Jahren unter Sewan Latchinian musste er für Ordnung sorgen. Das scheint geglückt. Nun zeichnet sich das Ende seiner Ära ab.

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02. Mai 2018, 20:30 Uhr

Der Schauspieldirektor des Rostocker Volkstheaters, Ralph Reichel, soll dort ab Sommer 2019 Nachfolger von Intendant Joachim Kümmritz werden. Dies beschloss der Hauptausschuss der Rostocker Bürgerschaft am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Damit folgte der Ausschuss dem Vorschlag des Theater-Aufsichtsrats und beauftragte Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos), mit Reichel einen Vertrag auszuhandeln. Der 49-Jährige war der einzige Kandidat. Er ist derzeit Vize-Intendant des Theaters.

Der 68-jährige Kümmritz hatte im Sommer 2016 nach der fristlosen Kündigung von Sewan Latchinian die Intendanz übernommen - in einer für das Haus extrem schwierigen Zeit. Es war ihm allerdings nach Einschätzung von Beobachtern gelungen, wieder Ruhe einkehren zu lassen und die Zahl der verkauften Tickets zu steigern.

Er wolle den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Entwicklung eines modernen Stadttheaters legen, sagte Reichel. Dies bedeute, dass das Volkstheater das gesamte Spektrum abdecken muss. Von eminenter Bedeutung für sein Wirken als Intendant sei der Bau eines neuen Theaters, erklärte Reichel. Dies sei ein Zeichen für die Zukunft des Theaters in dieser Stadt. Das derzeitige Volkstheater werde aktuell immer weiter zurückgebaut, weil die Technik nicht mehr im erforderlichen Rahmen funktioniere. „Das ist noch eine Weile tragbar, hat aber keine Perspektive“, sagte der Schauspieldirektor.

Derzeit laufen die Planungen des dringend benötigten Theaterneubaus auf Hochtouren. Mit einem Baubeginn wird 2021 gerechnet. Die Kosten des Neubaus werden mit gut 100 Millionen Euro veranschlagt.

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