FDP-Politiker erliegt schwerer Krankheit : Ralf Grabow gestorben

<strong>Grabow gehörte</strong> zu den Mitbegründern der Behindertenbewegung. Foto: NNN
Grabow gehörte zu den Mitbegründern der Behindertenbewegung. Foto: NNN

Ralf Grabow, ehemaliger FDP-Politiker im Landtag von MV, ist am Freitag im Alter von 47 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Grabow setzte sich aktiv für die Integration von Behinderten ein.

svz.de von
05. Mai 2013, 07:48 Uhr

Rostock | Ralf Grabow, ehemaliger FDP-Politiker im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, ist am Freitag nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 47 Jahren gestorben. Dies teilte am Sonnabend der Verein Ohne Barrieren" mit, dessen langjähriger Vorsitzender Grabow war. Die Landes-FDP bestätigte die Meldung. "Wir wurden auf dem Weg zum Bundesparteitag von der Nachricht überrascht und waren wirklich geschockt", sagte Thomas Heldberg, Generalsekretär der FDP Mecklenburg-Vorpommern.

Der Verein, der sich vor allem für die Integration von Behinderten einsetzt, würdigte die Verdienste des gebürtigen Rostockers Grabow. Selbst teilweise auf den Rollstuhl angewiesen, gehörte er zu den Mitbegründern der Behindertenbewegung in der DDR und später auch in den neuen Bundesländern. Er war einer der Initiatoren beim Aufbau eines integrativen Jugendtreffs für Menschen mit Behinderung in Rostock. Nach der Wende war er stellvertretender Bundes- sowie von 1990 bis 1996 Landesvorsitzender im Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland.

Grabow gehörte von 2006 bis 2011 dem Landtag an, beendete im Jahr 2011 aber seine FDP-Mitgliedschaft und war seither parteiloses Mitglied in der Rostocker Bürgerschaft. Beruflich war der engagierte Sozialpolitiker als Projektentwickler in einer Management- und Consultingfirma tätig.

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