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FC Hansa Rostock : Radovan Vujanovic zeigt sich selbstkritisch

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Zweistellig wollte Radovan Vujanovic treffen. Kurz vor der Winterpause hat der Angreifer des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock aber erst dreimal eingenetzt und absolvierte bisher eine eher durchwachsene Serie.

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2011 | 01:31 Uhr

Rostock | Zweistellig wollte Radovan Vujanovic treffen, dass heißt mindestens zehn Tore erzielen. Kurz vor der Winterpause hat der Angreifer des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock aber erst dreimal eingenetzt und absolvierte bisher eine eher durchwachsene Serie. "Natürlich hatte ich es mir persönlich anders vorgestellt, aber wichtig ist, dass die Mannschaft erfolgreich spielt und oben steht. Daher kann ich mich im Grunde nicht beschweren", sagt der Stürmer.

Trotz des Teamerfolges betrachtet er seine eigenen Leistungen sehr kritisch: "Ich habe in den vergangenen vier Jahren immer zweistellig getroffen. Da sind drei Tore für mich, die Mannschaft und den Verein natürlich zu wenig. Ich habe einige schlechte Spiele gemacht, konnte auch kaum Tore vorbereiten, was eigentlich eine Stärke von mir ist. Wenn es nicht läuft, ist es normal, dass man zuerst nervös wird sowie nach und nach das Selbstvertrauen verliert."

Die Schuld bei anderen zu suchen oder gar auf die Mitspieler beziehungsweise auf das taktische System zu schieben, ist nicht die Sache des 28-Jährigen. Vielmehr geht er mit sich selbst hart ins Gericht. "Jetzt zu sagen, ich bekomme keine Bälle oder werde nicht richtig eingesetzt, ist doch nur Alibi-Sache. Das ist nicht mein Ding. Ich habe mir bei anderen Clubs immer ein, zwei Chancen pro Spiel erarbeitet, was mir bei Hansa nicht gelungen ist. Ich muss mich deutlich steigern und viel torgefährlicher werden", erklärt Radovan Vujanovic.

Bei Trainer Peter Vollmann war der Angreifer lange Zeit gesetzt im Sturmzentrum. In den ersten zehn Punktspielen stand "Rado" jeweils in der Start-Formation, ehe seine Einsatzzeiten zurückgingen. Zuletzt stellte Vollmann das System auf eine Spitze um. Marcel Schied füllte diese Position aus. "Ich setze mich jetzt nicht mit hängendem Kopf auf die Bank und gebe auf. So bin ich nicht. Ich weiß, dass ich nun erst mal kleine Brötchen backen muss. Im Training gebe ich immer alles und versuche, mich wieder in die Mannschaft zu kämpfen. Die 20 Minuten gegen Wehen Wiesbaden waren ein Anfang. In diesem Spiel hatte ich zwei Chancen, ein kleiner Fortschritt. Nun aber zu sagen, ich muss unbedingt treffen, wäre auch nicht richtig. Zuallererst gilt es besser zu spielen und dem Team zu helfen. Wenn mir das gelingt, dann kommt es mit den Toren ganz automatisch", weiß Vujanovic.

Zwei Aufgaben (Mittwoch in Ahlen, Sonntag in Aalen) stehen dem FCH 2010 noch bevor, und geht es nach dem Angreifer, kommen die Saisonsiege 14 und 15 hinzu: "Dann könnten wir beruhigt in die Weihnachtsferien gehen."

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