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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 12:33 Uhr

Verbot : Radler des Weges verwiesen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

In der Warnemünder Parkstraße heißt es ab sofort : Absteigen! Radfahrer dürfen nicht mehr in beide Richtungen neben den Fußgängern unterwegs sein.

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2014 | 12:00 Uhr

In der Parkstraße haben sich gravierende Veränderungen für Radler ergeben. Den breiten Gehweg auf der Seite des Stephan-Jantzen-Parkes durften diese Verkehrsteilnehmer früher in beide Richtungen nutzen. Das ist jetzt eingeschränkt worden. Bis auf ein vergessenes Schild in der Mitte der Parkstraße sind die entsprechenden Zeichen entfernt worden. Diese Entscheidung der Verkehrsbehörde hat ihre Tücken im Alltag. „An dem Abschnitt zwischen dem Sportplatz und vor der Jugendherberge ist die Fahrbahn insgesamt nur 5,60 Meter breit“, kritisiert ein Warnemünder. „Wenn sich hier zwei größere Fahrzeuge begegnen, bleibt kaum Platz für Radler“, sagt er. „Da fehlt eine Alternative“.

Durch die gesetzlichen Vorschriften sieht Sachgebietsleiter Mike Wiedow aus der Verkehrsbehörde derzeit allerdings wenig Handlungsspielraum. „Wir wären auch froh, wenn wir eine Anlage für Radler anbieten können.“ Aber die enge Stelle ließe kaum Alternativen zu. Der Sachgebietsleiter will diese Sorge der Warnemünder Radfahrer in eine Runde mit der Polizei und anderen Ämtern mitnehmen, die etwa in vier Wochen stattfindet.

Martin Elshoff vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) nutzt als Radler immer die Straße. Diese Verkehrsteilnehmer müssten in seinen Augen auch hier selbstbewusst die Straße nutzen und den Nachfolgeverkehr zum langsamen Fahren zwingen. „Wenn es an dieser Stelle der Parkstraße zu eng ist, wäre auch eine Reduzierung von Tempo 50 auf 30 eine Möglichkeit“, sagt der Fahrradexperte. „Gerade wenn ein Angebotsstreifen fehlt ist so eine Geschwindigkeitsbegrenzung eine Möglichkeit.“ Nach dem Sportplatz wird die Parkstraße in Richtung Warnemünde wieder breiter. Hier misst sie 7,60 Meter und hat an der Seite einen 1,30 Meter breiten Radweg. Da können Radler auch gefahrlos fahren.

Noch ist das enge Straßenstück zwischen dem Sportplatz und vor der Jugendherberge kein Schwerpunkt für Unfälle. Das liegt auch daran, dass die meisten Radler die Regelung umgehen und trotz des Verbots auf dem Gehweg fahren – ihnen ist die eigene Sicherheit wichtiger als die Vorschriften.

 

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