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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 05:42 Uhr

Warnemünde : Radfahrern droht große Gefahr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bausenator, Ortsbeirat, Polizei und Tiefbauamt suchen nach einer schnellen Lösung für das Nadelöhr im hinteren Teil der Parkstraße

svz.de von
erstellt am 14.Dez.2014 | 10:00 Uhr

Seit der Änderung der Beschilderungen sind die Radfahrer in der Parkstraße zwischen Sportplatz und Groß Kleiner Weg in großer Gefahr. Die Fahrbahn ist zu schmal und stark befahren, auch von Baufahrzeugen und Bussen. Bis eine endgültige Lösung gefunden ist, muss dringend ein Provisorium her. Das Abwenden von Gefahren für Radler brennt vielen unter den Nägeln. Deshalb trafen sich jetzt Bausenator Holger Matthäus (Grüne), die Ortsbeiratsmitglieder Alexander Prechtel (CDU) und Horst Döhring (Linke) sowie Ralf Hammel vom Verkehrsausschuss. Mit dabei waren Heike Schröder und Reno Rudek vom Tiefbauamt sowie Bernd Wittwer von der Polizeistation Warnemünde.

Laut aktueller Beschilderung dürfen die Radler in Richtung Warnemünde nicht mehr den Fußweg mit nutzen. Vorher war das für Fußgänger und Radler in beide Richtungen erlaubt. „Da gab es keine Probleme“, sagt Bernd Wittwer. Heute ist es laut Beschilderung nicht mehr zulässig, dass die Radler einwärts nach Warnemünde den Weg mit nutzen. Laut Verkehrszeichen sollen sie jetzt auf der Straße fahren. „Ich habe selbst die Probe gemacht, ich bin bestimmt von drei Autofahrern auf der Straße beschimpft worden“, sagt Bausenator Matthäus.

Bis eine endgültige Lösung gefunden wird, muss ein Provisorium her. „Was nützt es, wenn etwas verkehrsrechtlich sauber ist, aber auf der Strecke jemand zu Tode kommt“, mahnt Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel. „Hier steht die Gesundheit der Menschen im Vordergrund“, sagt er. Und auch Wittwer könnte es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, hier auf Verkehrsrecht zu pochen. „Wenn etwas passiert und ich habe Radler auf die Straße verwiesen und denen passiert etwas, das möchte ich nicht verantworten“, sagt er. Daher soll jetzt der Antrag an die Verkehrsbehörde gestellt werden, die ursprüngliche Regelung wieder einzuführen. Dafür müssten einige Schilder ausgetauscht werden.

Ein Planer ist beauftragt worden, das Gebiet zu vermessen und Vorschläge zu unterbreiten. Der Waldstreifen und die Bäume sind in einem Areal, das höchsten Naturschutzanforderungen unterliegt. Etwas Entlastung für Fußgänger schafft der neue Weg auf der gegenüberliegenden Seite. Aber der ist für die Mitnutzung von Radlern zu schmal.

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