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Norddeutsche Neueste Nachrichten

12. Dezember 2017 | 17:13 Uhr

DEMONSTRATION : Protest in Lichtenhagen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Etwa 20 Gegnern der Flüchtlingsunterkunft stehen 220 Befürworter gegenüber

Die Polizei ist am Sonnabendnachmittag in Lichtenhagen mit einem Großaufgebot im Einsatz gewesen, um eine Demonstration abzusichern. 150 Beamte waren vor Ort. Kritiker und Befürworter einer neuen Flüchtlingsunterkunft auf dem Universitätsgelände in der Möllner Straße gingen raus, um ihre jeweiligen Forderungen kundzutun.

Einem öffentlichen Aufruf der Asylgegner in sozialen Netzwerken folgten nach Angaben der Polizei rund 20 Personen. Die Gruppe versammelte sich auf dem Parkplatz zwischen Möllner und Ratzeburger Straße. Dem gegenüber kamen nach Polizeiangaben etwa 220 Demonstranten zusammen. Die angemeldete Demonstration der Asylkritiker wurde nach rund 20 Minuten vom Versammlungsleiter selbst aufgelöst. Ganz ohne Zwischenfall blieb der Protest der Gegner aber nicht. Ein Mann warf aus der Gruppe eine Flasche in Richtung anwesender Medienvertreter. Verletzt wurde zwar niemand, aber der 45-jährige Rostocker vorläufig festgenommen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die Befürworter der Anfang Februar bezugsfertigen Unterkunft beendeten ihren Protest gegen die kleine Versammlung nach kurzer Zeit. Die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf.

Dieses Jahr erwartet Rostock rund 3000 Asylbewerber, die zum Großteil in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden sollen. Diese Quartiere auf Zeit entstehen im ehemaligen Bürogebäude in Gehlsdorf-Langenort für 320 Menschen ab 1. April, im alten Studentenwohnheim in der Möllner Straße für 224 Asylbewerber. Im ehemaligen Gymnasium Reutershagen sollen 200 Menschen leben, bis zu 130 in der ehemaligen HWBR in Marienehe. Das Asylbewerberheim in der Satower Straße wird auf 399 Plätze erweitert. Weitere Immobilien sind im Gespräch.






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