Projekt zu alternativer Krebstherapie startet

„Es geht neben Verfahren der Naturheilkunde auch um Methoden der chinesischen Medizin.“ - Dr. Hans Lampe, Internist aus Rostock
„Es geht neben Verfahren der Naturheilkunde auch um Methoden der chinesischen Medizin.“ - Dr. Hans Lampe, Internist aus Rostock

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18. Juni 2012, 06:56 Uhr

Rostock | An der Universitätsklinik Rostock hat ein Forschungsprojekt zur Einbindung von Methoden der sogenannten Komplementärmedizin in die Krebstherapie begonnen. Dabei gehe es neben Verfahren der Naturheilkunde auch um Methoden der chinesischen Medizin, so Internist Hans Lampe. Das Projekt KOKON (Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie) wird von der Deutschen Krebshilfe drei Jahre lang mit 2,5 Millionen Euro gefördert. Neben Rostock sind noch Kliniken in Hamburg, Nürnberg, Berlin, Frankfurt/Main und Freiburg beteiligt.

Hintergrund des Projekts sei, dass bis zu 80 Prozent der Krebspatienten mit ergänzende Maßnahmen zu ihrer Heilung beitragen wollen, sagt Lampe. Dazu gehörten Therapien beispielsweise mit Misteln, Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminen oder homöopathischen Medikamenten. Diese Mittel könnten die Wirkung der Chemotherapie schwächen, bei korrektem Gebrauch aber auch verstärken. Im Projekt soll auch die Wirkung von Sport, Naturheilstoffen, Meditation oder Entspannungstechniken untersucht werden. Die Deutsche Krebshilfe verspreche sich eine fundierte Analyse.

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