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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 09:42 Uhr

Lesung : Probleme mit dem „Pubertier“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bestseller-Autor Jan Weiler liest live bei Hugendubel.

„Eins sag’ ich Ihnen gleich, mit Dschungelcampgucken wird’s heute eng“, warnt Journalist und Bestseller-Autor Jan Weiler am Dienstagabend das Publikum zu Beginn seiner Lesung bei Hugendubel. Jan Weiler, das ist der Autor, dessen Roman „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ bereits 2009 erfolgreich verfilmt wurde.

Nun hat Weiler in seinem jüngsten Werk „Das Pubertier“ die Probleme, die Eltern bekommen, sobald ihre Sprösslinge in die Pubertät kommen, manifestiert. Dabei hat er nicht einfach irgendwelche fiktiven Geschichten erdacht, sondern weiß aus eigener Erfahrung, was es heißt, ein „Pubertier“ zu Hause zu haben. Besonders seine 15-jährige Tochter Carla ist es im Buch, die mit Faulheit, Muffeligkeit und unbegründeter Hysterie brilliert, während sie gerade die Phase durchlebt, in die jeder Teenager irgendwann gerät – die Pubertät. „Ja, genau so“, schallt es dem Autor bei der Lesung entgegen, als er beschreibt, wie seine Tochter nur allzu oft die Arme in die Seiten stemmt, wenn ihr Vater ihrer Meinung nach wieder einmal etwas furchtbar uncooles gesagt hat.

Dass die Veranstaltung überaus gut besucht war, entging auch Weiler nicht: „Falls sie mich hinten nicht mehr so gut sehen können, ist das kein Problem – ich habe ein hervorragendes Radiogesicht“, witzelte der Autor, noch bevor er ein einziges Wort aus seinem Werk vorgetragen hatte. Übrigens: Die Lesung war dank Hugendubel als Benefizveranstaltung zugunsten des Hospizes am Klinikum Südstadt ausgelegt. Um die Bedeutung der Arbeit in solchen Einrichtungen weiß auch Weiler, der selbst ein Kinderhospiz unterstützt, wie er erzählt.

Wenn Jan Weiler liest, dann ist das kein reines Wiedergeben aus dem Buch, sondern fast schon ein Stand-up-Comedy-Programm. Zugegeben, er sitzt dabei am Tisch und hält sein Buch in der Hand, doch die richtigen Momente für unterstreichende Mimik und Gestik findet der in Bayern lebende Weiler dennoch. So stellt er ein Telefongespräch mit seinem Pubertier Carla ganz realistisch mit dem Handy am Ohr nach. Vor allem aber die Passagen zwischen der Wiedergabe von Kapiteln seines Buches erzeugten große Lacher, denn die Geschichten, die Weiler erzählte, waren selbst den eingefleischten Fans offensichtlich noch unbekannt.

Und wer noch immer keine Lust auf das Lesen der kurzweiligen Anekdoten aus dem wahren Leben hat, sollte es vielleicht mit einem Hörbuch des Autors versuchen, der seine Geschichten so lebhaft schildert, als wäre man live dabei gewesen.

 

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