zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. August 2017 | 22:25 Uhr

Warnemünde : Pro und Contra für Tiefgaragen-Idee

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Fast 500 Stellplätze fallen in Warnemünde wegen Bauarbeiten weg. Über eine Alternative wird heftig diskutiert.

Das Ostseebad gleicht momentan einer Riesen-Baustelle. An vielen Straßen wird gleichzeitig gebaut, fast 500 Stellplätze fallen weg. Andererseits: „Die Parkplatzsituation hat uns absolut in die Knie gezwungen und wenn Straßen saniert werden müssen, geht das nur jetzt“, sagt Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel (CDU). „Wir wollen neue Straßen, das setzt voraus, dass auch gebaut wird.“

Deshalb wurde auch verstärkt über das Pro und Contra eines Parkhauses unter den Dünen diskutiert. Zu den Befürwortern zählen die Architekten Enno Zeug und Christian Klein von Ocean-Architekten aus Waren, die ein Konzept für einen Investor erstellen. Aus ursprünglich zwei Konzepten soll dann später ein einheitliches werden. „Der Bedarf für so eine Tiefgarage ist unter den Dünen vorhanden. Wir sehen das an den Zahlen der Bewerber“, so Enno Zeug.

Gerade Anwohner wollen in seinen Augen nicht vom Ortsrand mit einem Shuttle-Verkehr ihre Einkäufe nach Hause transportieren. Und der Investor plane auch die von der Tourismuszentrale erbetene Strandversorgung. Der Ortsbeirat spricht sich allerdings gegen das Tiefgaragen-Konzept aus, wenn es den Blick auf das Meer versperrt. „Zumal wir den Wunsch geäußert haben, das Ostseebad hinsichtlich des Verkehrs ein wenig zu beruhigen“, sagt Prechtel.

Auf der anderen Seite stehen die Interessen der Anwohner. „Da muss man gut abwägen“, sagt Prechtel, der seine Zweifel hat, dass so ein Parkhaus auch wirtschaftlich tragbar ist. Es gibt auch Gegner einer Tiefgarage im Ort. Das sind Einheimische, die nicht möchten, dass noch mehr Suchverkehr das Ostseebad verstopft. Auch Unternehmer Karsten Ziegler ist strikt gegen ein solches Parkhaus. Und das nicht, weil er am Eingang vor Warnemünde einen Parkplatz bewirtschaftet. „Wir müssen die Fußgänger schützen“, sagt er. Von den Kreuzfahrtschiffen bleiben 20 Prozent der Passagiere im Ort. „Da liegt unsere Verantwortung“, sagt der Unternehmer. Er hat den Platz verschönert und die Anzahl der Plätze verdoppelt. „Wir shutteln Feriengäste einmal hin und wieder zurück zu ihren Quartieren, das ist in den Parkgebühren inklusive“, sagt Ziegler. In seinen Augen müsste auch der Parkplatz Rohrmann’sche Koppel deutlich aufgewertet werden.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Jun.2014 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen