Hundekot : Poststraße ist übersät

Gehwege  sind von Tretminen übersät: Anwohnerin Andrea Bose-Strohecker ärgert sich über die ekligen Haufen. Sie hat für  die Hinterlassenschaften ihres Hundes Amigo immer ein Tütchen dabei.
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Gehwege sind von Tretminen übersät: Anwohnerin Andrea Bose-Strohecker ärgert sich über die ekligen Haufen. Sie hat für die Hinterlassenschaften ihres Hundes Amigo immer ein Tütchen dabei.

Vom Kirchenplatz, über die Poststraße bis hin zur John-Brinckman-Straße sind die Gehwege von tierischen Tretminen übersät. Eine Anwohnerin fordert jetzt eine Tütchen-Pflicht.

svz.de von
17. März 2014, 10:00 Uhr

Andrea Bose-Strohecker hat die Nase voll. Wenn sie morgens mit ihrem kleinen Yorkshire-Terrier Amigo die Poststraße entlanggehen will, muss sie permanent nach unten schauen und aufpassen, dass sie nicht in einen Hundehaufen tritt. „Im letzten halben Jahr ist es merklich schlimmer geworden, immer mehr Haufen werden von den Haltern nicht weggeräumt“, sagt die empörte Anwohnerin.

Vom Kirchenplatz, über die Poststraße bis hin zur John-Brinckman-Straße sind die Gehwege von tierischen Tretminen übersät. Nicht nur auf den bepflanzten Grünstreifen, auch mitten auf dem Gehweg sind die Häufchen und teilweise recht großen Haufen zu finden.

Der Gipfel war, dass an einem Morgen ein Haufen Hundekot direkt auf ihrer Fußmatte vor der Eingangstür lag. „Ich verstehe das einfach nicht“, muss Anwohnerin Andrea Bose-Strohecker bemerken.

Sie selbst achtet penibel darauf, dass ihr kleiner sieben Jahre alter Amigo nicht direkt auf die Wege macht. Jeden Haufen räumt sie sofort weg. Dafür hat sie immer ein paar kleine Tütchen in der Jackentasche. Warum sich andere Hundehalter darum nicht scheren, kann die Tierfreundin nicht verstehen. „Kleine Plastiktüten gibt es schließlich für wenig Geld in jedem Einkaufsmarkt zu kaufen“, sagt sie.

Damit es wenigstens vor ihrer Tür ordentlich aussieht und ihre Nachbarn und sie nicht der Gefahr ausgesetzt sind, in die Exkremente zu treten, macht Andrea Bose-Strohecker vor ihrer Tür selbst regelmäßig sauber und kratzt den Dreck von der Straße. Sie appelliert an alle Hundehalter in Warnemünde, ob Einheimische oder Urlauber, doch an ihre Mitmenschen zu denken und die Haufen zu entsorgen. Das sei schließlich nicht die Aufgabe der Hansestadt Rostock.

Diese hat bereits im Januar die Hundesteuer von 84 auf 108 Euro erhöht, um der zunehmenden Verunreinigung im Stadtgebiet entgegenzuwirken. Vielleicht könnte aber auch eine Tütchen-Pflicht, wie sie bereits in Berlin als Pilot-Projekt in Planung ist, die Halter zur Ordnung rufen.

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