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Kreisverbände aus Parchim und Ludwigslust fusionieren : Postengerangel in der CDU

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Am Freitag will die CDU aus den Altkreisen Parchim und Ludwigslust auf einem Parteitag zu einem neuen Kreisverband fusionieren. Seit Wochen gibt es ein kräftiges Gerangel an der Kreisspitze und um den Kreisvorsitz.

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erstellt am 24.Nov.2011 | 11:12 Uhr

Parchim/ Ludwigslust | Am Freitag will die CDU aus den Altkreisen Parchim und Ludwigslust auf einem gemeinsamen Parteitag zu einem neuen Kreisverband fusionieren. Schon seit Wochen jedoch gibt es ein kräftiges Gerangel an der Kreisspitze und um den Kreisvorsitz. "Mein Vorstand hat mich einstimmig nominiert, das freut mich", sagt die Parchimer Kreischefin Karin Strenz, Mitglied des Bundestags, selbstbewusst. "Ich weiß nicht, ob es einen Gegenkandidaten gibt." Ihr Pendant an der Spitze des Ludwigsluster Kreisverbandes, Maika Friemann-Jennert, will nur als Strenz’ Stellvertreterin antreten: "Es wird keinen Gegenkandidaten geben. Die Stimmung ist längst nicht mehr so gereizt wie am Anfang. Aber manchmal entwickeln sich die Dinge anders."

Das kennzeichnet die letzten Monate. Zwischen Wittenburg und Lübz ist der Kampf um die Vorherrschaft im neuen Kreisverband ausgebrochen. Allein 19 Mitglieder für den Kreisvorstand sollen gewählt werden, darunter vier Stellvertreter. Im Landesvorstand sind es 15 Mitglieder! "Es ist gut, dass der Fusionsparteitag in der Skihalle in Wittenburg stattfindet, da können sich die Gemüter abkühlen", frotzelt ein führendes CDU-Mitglied. Noch immer wird erwartet, dass der Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt, der im Wahlkreis Schwerin/ Hagenow zu Hause ist, einen Kandidaten aus seinem Dunstkreis ins Rennen schickt. Christian Geier, Ex-Bürgermeisterkandidat in Ludwigslust, oder auch der Neustadt-Glewener Stadtfraktionschef Christian Rosenkranz sind im Gespräch. Monstadt selbst sagte gestern unserer Zeitung: "Ich kann den Prozess nicht beeinflussen. Ich bin nicht Mitglied im Kreisverband. Aber ich werde da sein." Er selbst habe sich "nie als Kandidat" gesehen.

Ein prominentes Opfer hat die Auseinandersetzung schon gekostet. Monstadt trat auf dem CDU-Landesparteitag letztes Wochenende gegen die gemeinsame CDU-Landratskandidatin Gudrun Stein, Bürgermeisterin in Lübz, als Landesschatzmeister an - und gewann. Seitdem werden Gerüchte lanciert, dass der Bundestagsabgeordnete seine Nebeneinkünfte als aktiver Anwalt gegenüber dem Bundestagspräsidium in falscher Höhe angegeben habe. Monstadt widerspricht glaubhaft. Er habe Gewinnbezugsrechte in seiner Sozietät bis zu 3500 Euro monatlich angegeben und liege darunter, versichert er. Die Stimmung ist gereizt im Kreisverband.

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